Zweileiter-Plattform für
Füllstand- und Durchflussmessung

Zweileiter-Plattform für Füllstand- und Durchflussmessung
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Vielfalt unter einem Deckel
15.12.2015 | 24 Gerätelinien bauen auf der einheitlichen Zweileiter-Plattform von Endress+Hauser auf. Für Durchflüsse stehen Coriolis, magnetische Induktion, Vortex und Ultraschall als Messverfahren zur Verfügung, für Füllstände geführtes und frei strahlendes Radar.

Sie sind jetzt im fünften Jahr im Markt, die Endress+Hauser Geräte der einheitlichen Zweileiter-Plattform für Füllstand- und Durchflussmessung. Zeit für einen Rückblick und für einen Blick nach vorn.

Durchfluss und Füllstand wachsen zusammen

 

Mit der NE 131 (Namurempfehlung für Gerätehersteller) hat die chemische Industrie den Wunsch nach „Einheitlicher Bedienung für Geräte eines Herstellers bei den Messparametern Füllstand und Durchfluss“ definiert. Endress+Hauser hat diese Forderung bereits 2010 erstmals mit einer einheitlichen Plattform für Zweileiter-Geräte umgesetzt und geht diesen Weg konsequent weiter. Inzwischen bauen mehr als 30 Durchfluss- und Füllstandmessgeräte auf den gleichen Modulen für Gehäuse, Signal-Ein- und -Ausgang, Display und Software auf. „Look and Feel“ sind immer gleich, bis hin zum Bedienkonzept – einmal gelernt, findet man sich auf allen Geräten sofort zurecht.

 

Die Zweileiter-Technik reduziert den Aufwand in allen Phasen, von der Planung über Installation und Inbetriebnahme bis zu Betrieb und Instandhaltung. Speisung und Signal nutzen die gleiche Leitung; es gibt keine separate Spannungsversorgung. Wartungsarbeiten an den eigensicheren Geräten sind selbst im explosionsgefährdeten Bereich möglich, die Integration in eine vorhandene Automatisierungsinfrastruktur ist einfach.

 

Ein gewollter Nebeneffekt der Plattform: Die verschiedenen Module sind jeweils einzeln zertifiziert. Beliebige  Kombinationen entsprechen Normen wie ATEX, CSA, FM und IEC Ex – und SIL.



Geräteentwicklung nach IEC 61508 für den Einsatz in SIL Schutzeinrichtungen

 

Alle neuen Zweileiter-Geräte von Endress+Hauser sind nach der 2010 revidierten SIL-Norm IEC 61508 entwickelt und können in Schutzeinrichtungen eingesetzt werden; für eine gerade in den letzten Jahren stark angestiegene Anzahl von Anlagenbetreibern ein Merkmal von wachsender Bedeutung (siehe Interview). Der Betreiber hat die Möglichkeit, nach IEC 61511 betriebsbewährte Geräte oder nach IEC 61508 entwickelte Geräte einzusetzen. Geräte, die nach IEC 61508 entwickelt wurden, haben den Vorteil, dass bereits im Entwicklungsprozess ein Managementsystem verwendet wurde, das systematische Fehler weitgehend vermeidet. Diese hohe Qualität erlaubt den Einsatz in Schutzeinrichtungen direkt ab Markteinführung.

 

Die Geräte-Hardware der neuen Geräte wurde nach SIL 2, die Gerätesoftware nach SIL 3 entwickelt. Dies erlaubt den Einsatz in SIL 2-Schutzeinrichtungen, aber auch SIL 3 in homogener Redundanz. Um Fehler durch unbefugten Zugriff zu vermeiden, verfügt die Gerätefamilie über eine Hard- und Software-Verriegelung. Zusätzlich wird über ein spezielles SIL-Menü die korrekte Parametrierung sichergestellt. Alle Sensoren der einheitlichen Zweileiter-Plattform von Endress+Hauser verfügen über eine permanente Selbstüberwachung und können zusätzlich im eingebauten Zustand per Simulation wiederkehrend geprüft werden – ohne Prozessunterbrechung.

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