Zuverlässige Helfer in der Produktion

Zuverlässige Helfer in der Produktion
Grossansicht Bild
Dank Leichtlaufrollen sind Längs-und Querfahrt mühelos und schnell möglich. Sämtliche Komponenten stammen aus dem GIS-Kranbaukasten.
12.09.2013 | Eine vollautomatisierte Herstellung von Brandschutztüren ist die Perle der RIWAG Türen AG. In derselben Halle bedienen moderne Krananlagen, aus dem GIS-Kranbaukasten, die manuelle Fertigung von Spezialformen. Neu werden unterschiedliche Medien, wie Druckluft und Strom, in sogenannten Energieketten verschleissfrei, platzsparend und ästhetisch ansprechend, zugeführt.

Die RIWAG Türen AG, Arth, ist ein Familienunternehmen, das hauptsächlich moderne Brandschutztüren in unterschiedlichen Grössen und Ausführungen herstellt. Seit der Firmengründung im Jahr 1943 ist die Firmengeschichte stets von innovativem Handeln geprägt worden. Neustes Beispiel hierzu ist eine Minergie-Produktionshalle, in deren Keller Abfälle wieder in Prrozesswärme verwandelt werden.

Vollautomatische Türproduktion
Im Keller lagert aber auch das Rohmaterial bis es stapelweise der Anlage im Erdgeschoss übergeben wird. Kerne und Beläge, auch Einlagen und Absperrungen genannt, werden im Stapellager automatisch verwaltet und der Rohlingstrasse zugeführt. Aufträge mit Türen

gleicher Einlagen sind zu Fertigungspaketen zusammengefasst. Nach dem Verleimen folgt der Zuschnitt, wobei jede Türe andere Masse aufweisen kann. Auf einer zweiten Linie sind Absperrungen zuzuschneiden. Bereits von der dritten Linie passend abgelängte Riegel, das heisst Kanten oder Umleimer, werden nun beleimt und von Roboterhand um die Einlage gelegt. Im Anschluss an das Riegelpressen wird die Absperrung mit der sogenannten Mittellage (Kern und Umleimer) «verheiratet».

Nach dem Verlassen dieser Presse sind die Rohlinge gleichmässig im Kühlförderer abzukühlen bevor sie abschliessend beidseitig geschliffen werden können.

Der Kunde, meist ist dies ein Schreiner, bestimmt die Fertigungstiefe und damit weitere Bearbeitungsschritte, wie beispielsweise Fälzen, Schloss- und Bandeinlassen

oder Beschlageinbau.

Manuell spezielle Formen gestalten
In derselben Halle erfolgt auch die manuelle Fertigung von Bogentüren und Türen mit kundenspezifischen Ausschnitten. Benötigtes Rohmaterial wird hierzu vollautomatisch im Keller vorkommissioniert und mit dem Lift ins Erdgeschoss gebracht. Ab jetzt transportieren GIS-Krananlagen die sogenannten «Puzzleteile», aber auch ganze Türen.
Der gesamte Hallenbereich wird flächendeckend bedient, indem zwei Kranbahnen total neun, manuell verschiebbare Kranträger mit Elektrokettenzügen aufnehmen. Spezielle Lastaufnahmen bilden den sicheren Kraftschluss zwischen Elektrohebezug und Türe.
Die Vakuumerzeugung erfolgt mittels Druckluft in einem Ejektor, direkt in der Lastaufnahme. Energieketten führen in Längs- und Querrichtung Medien zu. Sie laufen jeweils verschleissfrei in offenen Profilen neben Kranbahn und -träger. Auch an Montagearbeitsplätzen sorgen GIS-Krananlagen für Arbeitserleichterung. Elektrokettenzüge mit Sanftanlauf ermöglichen hierbei stets das präzise Positionieren von sperrigen Teilen und dank Rutschkupplung ist die Sicherheit, selbst bei überlast, immer gewährleistet. Geplant und realisiert wurden die Krananlagen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen RIWAG und GIS.

Autor: Arthur Kemény, CH-5363 Weggis

GIS Krananlagen der RIWAG Türen AG, Arth

Im Fertigungsbereich wird eine Fläche von rund 56 m x 16 m mit drei GIS-Krananlagen erschlossen. Zwei Kranbahnen erstrecken sich hierzu nebeneinander über die gesamte Hallenlänge. Sie dienen zur Aufnahme von total neun Einträgerhängekrane mit je einem Elektrokettenzug. Deren Bereiche überlappen sich in Längsrichtung, sodass eine lückenlose Abdeckung erreicht wird.

  • Befestigung der Kranbahnen mittels Längs- und Querabspannungen an der Hallenholzkonstruktion. Sämtliche Komponenten stammen aus dem GIS-Kranbaukasten.
  • Kranbahnen und Kranträger bestehen aus GISKB III Profilen. Müheloses, manuelles Kran- und Katzfahren, dank Leichtlaufrollen.
  • Total neun moderne Elektrokettenzüge des Typs GCH 250/1NF, mit einer maximalen Traglast von jeweils 250 kg. Zwei Hubgeschwindigkeiten 8 m/min sowie 2 m/min und Sanftanlauf.
    Die Hubhöhe beträgt hier maximal 4,4 m.
  • Strom- und Druckluftzuführung in Längs- und Querrichtung erfolgt über Flachkabel und PVC-Schläuche, in Energieketten verschleissfrei, platzsparend und ästhetisch ansprechend. Vertikale Versorgung via Kabel mit automatischer Aufrollvorrichtung und Spiral-Druckluftschlauch.
  • Weitere GIS-Krananlagen erleichtern auch im Montagebereich das Materialhandling.

Bewertung Ø:
   
Meine Bewertung:

Fragen und Kommentare (0)