Wie von Geisterhand

Wie von Geisterhand
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Designer-Armatur
10.02.2015 | Moderne Küchen- und Badezimmer-Einrichtungen präsentieren sich heute vermehrt in klarem, schlichtem Design. Edle Materialien wie Glas und Stein mit glatten, grifflosen Fronten prägen das moderne Architektur-Konzept. Wohin aber mit den störenden Schaltern? Abhilfe schaffen «kapazitive Näherungsschalter». Damit lässt sich alles unsichtbar wie von Geisterhand steuern.

In der Regel besteht die Schnittstelle in der Mensch-Maschine-Kommunikation aus mechanischen Schaltern und Tastern. Werden grössere Leistungen geschaltet, sind diese aus technischen Gründen meist entsprechend gross und klobig. Darüber hinaus müssen Durchbrüche in den Wandungen eingebracht werden. Bei erhöhten Anforderungen an Wasser- oder Staubdichtheit treten zusätzliche Kosten auf, und wegen ihres mechanischen und elektrischen Verschleisses sind sie häufig die Ursache für Fehlfunktionen.


Durch kapazitiv wirkende, selbst abgleichende Sensortasten sind elegante, wartungsfreie Lösungen möglich. Diese können unsichtbar hinter nicht leitenden Verkleidungen, wie zum Beispiel (unbeschichtetem) Glas, Fliesen, Keramik, Kunststoff, Holz, Stein, Textilien, Tapeten u.a. montiert werden. Ein kleines elektrisches Feld durchdringt diese Materialien, sodass vor der Wandung ein Detektionsraum entsteht, der einen sich annähernden Finger erkennt und die Schalthandlung auslöst. Diese berührungslose Betätigung ermöglicht den Einsatz bei hochwertigem Oberflächen-Design, in Applikationen mit strengen hygienischen Auflagen oder vandalensicheren Anwendungen.


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Detailaufnahme eines Touch-Feldes

Die kapazitiven Sensoren von EDISEN werden in verschiedenen Varianten geliefert. Im Niedervoltbereich bis 40 VDC, aber auch zum direkten Schalten der 230-VAC-Ebene. Es gibt EIN/AUS-Schalter, Taster, Zeitschalter und Dimmer sowie beleuchtete und unbeleuchtete Ausführungen. Besondere Varianten sind Gestikschalter und Weitbereichssensoren bis 40 cm Schaltabstand.


Es können auch leitfähige Folien jeglicher Form als Tastfläche genutzt werden, wenn diese mittels eines dünnen Drahtes mit dem Sensor verbunden sind (sogenannte exportierte Sensorflächen). So gibt es eine Fülle von Applikationen, die mittels unsichtbarer kapazitiver Sensoren sehr elegant zu realisieren sind. Beispielsweise können grifflose Türen und Schubladen von Möbeln allein durch Annäherung geöffnet werden. Auch ist es möglich, Metallgriffe an Türen als Sensor einzubinden. Das einfache Anfassen genügt dann, um den öffnungsmechanismus zu entriegeln und die Tür zu öffnen. Im Nassbereich sind zunehmend automatische Wasserhähne anzutreffen, wobei die meist IR-basierten Sensoren in der jeweiligen Armatur eingebaut sind. Kapazitive Sensoren dagegen können extern angebracht werden, wodurch sich jede beliebige Armatur einfach nachrüsten lässt. Besonders bei hohen hygienischen Anforderungen ist oft ein berührungsloses Bedienen gefordert, was ein besonderes Feature von kapazitiven Sensoren ist. So muss beispielsweise ein Lichtschalter nicht mehr berührt werden. Eingebaut in einer Unterputzdose kann das Licht direkt durch Annäherung geschaltet werden.


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