Was ist eine TDI-Kamera?

Was ist eine TDI-Kamera?
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Beispiel: TDI-Kamera C10000-801 mit Sensor S10201-04-01 128 Zeilen zu 2048 Pixel, Back-thinned, max. 50‘000 Zeilen/s, bidirektional.
22.06.2015 | Eine Kamera mit TDI – „Turbocharged Direct Injection“? Nein, sicherlich nicht. TDI steht im Zusammenhang mit Kameras für „Time Delay and Integration“. Aber was genau bedeutet Time Delay and Integration? Erfahren Sie es in diesem Artikel.

Funktionsprinzip TDI

Grundsätzlich verhält sich eine TDI-Kamera ähnlich wie eine reine Zeilenkamera (mit einer Pixelzeile) und wird typischerweise dann eingesetzt wenn sich ein Objekt gegenüber einer Kamera quer und gleichbleibend bewegt. So wie dies beispielsweise in Scannern, Satelliten oder Flugzeugen oder beim Erfassen von Objekten auf Förderbändern der Fall ist. Dabei werden Objekte zeilenweise erfasst und in Bilddaten (Zeilendaten) gewandelt. Gegenüber reinen Zeilenkameras haben TDI-Kameras allerdings den wesentlichen Unterschied, dass sie nicht nur eine Pixelzeile haben, sondern eine Anzahl (z.B. 128), was sie zu einer eigentlichen Flächenkamera machen. Eine Flächenkamera welche als Zeilenkamera funktioniert. Wozu ist das gut? Halten wir uns zuerst den Auslesevorgang einer CCD (Charged Coupled Device) Kamera vor Augen. Hierbei werden die in den Pixeln gesammelten Ladungen zeilenweise in eine Ausleseregisterzeile - und dann jeweils pixelweise zum Ausgangskonverter verschoben.

 

Wird nun die zeilenweise Verschiebung im Bildsensor mit der Bewegung der Abbildung auf dem Sensor synchronisiert, wird erreicht, dass die einzelnen Objektpunkte entsprechend länger integriert werden können was zu entsprechend besserem Signal/Rausch-verhältnis führt. Dies ist bei hohen Bewegungsgeschwindigkeiten und/oder schwachen Lichtverhältnissen oft essentiell.

 

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Rubriken: Industriekameras

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