Von der Rebe bis ins Glas

Von der Rebe bis ins Glas
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Eine gefüllte Traubenstande wird vom GIS Elektrokettenzug schonend angehoben und vom Parterre zur Bühne im ersten Stock transportiert.
15.01.2013 | In einer renovierten Trotte werden Spitzenweine, in Jahrhunderte alter Familientradition, mittlerweile in der 17. Generation, gekeltert. Die optimal in das Gebäude integrierte GIS Krananlage ermöglicht einen schonenden, auf Schwerkraft basierenden, Herstellprozess. Darüber hinaus dient sie das ganze Jahr über als zuverlässiger Helfer beim Versand des kostbaren Gutes.

Am 6. Dezember 1462, also vor 550 Jahren ist in einer Urkunde der Propstei Zurzach die Familie Meier erstmals als Pächter des Widumhofs in Würenlingen erwähnt. Wichtige Meilensteine in der weiteren Geschichte des heutigen Weinguts zum Sternen sind 1894 der Kauf des Rebberges hinter dem Kloster Sion in Klingnau und 1921 die Gründung der Rebschule. Rund zwölf Prozent aller Schweizer Reben werden hier aufgezogen. Die andere Hälfte der Geschäftstätigkeit widmet sich der Herstellung von Spitzenweinen. Der Erblehenvertrag von damals ist mittlerweile auf die 17. Familiengeneration übergegangen.
 

 

Integration in bestehende Struktur
 

Hinter dem Gasthof zum Sternen befindet sich eine neu renovierte Trotte, in der auf engem Raum edle Tropfen entstehen. Ein Fahrzeug, beladen mit zehn bis zum Rand gefüllten Traubenstanden, fährt durch das grosse Eingangstor. Nun wird ein Chromstahlbehälter nach dem anderen von der neuen GIS Krananlage sanft angehoben und zu seinem Bestimmungsort gebracht. Das sogenannte Entrappen erfolgt gleich hier im Traubenannahmeraum. Sollen die Trauben als Ganzes gepresst werden, ist die bis zu 750kg schwere Last in den ersten Stock, auf die offene Bühne, zu heben. In beiden Fällen muss der Inhalt des sperrigen Gebindes in einen Trichter gekippt werden. 

 

 

Anspruchsvoller Ansatz
 

«Von der Rebe bis ins Glas» ist das zentrale Thema dieses Weingutes, welches Trauben von 28ha Rebenfläche verarbeitet. Hierbei wird versucht, ohne Pumpen, mit Hilfe der Schwerkraft, möglichst schonend zu keltern. In den drei Kellern reift dann der Traubensaft zu grossen Weinen, mit unterschiedlichem Charakter, heran. Dank optimaler Integration in das Gebäude erschliesst das Kleinkransystem sowohl das Erdgeschoss als auch den ersten Stock und ermöglicht so die Umsetzung dieser Idee. Die Steuerung sämtlicher Funktionen erfolgt über Funk. Alle Bewegungen führen zweistufige Elektroantriebe mit Sanftanlauf punktgenau aus. Der zuverlässige Helfer steht jedoch nicht nur in der Erntezeit sondern das gesamte Jahr über im Einsatz. Werden beispielsweise Flaschen zum Versand bereit gestellt, sind sie schnell und schonend auf Lastwagen zu verladen. 

 

Autor: Arthur Kemeny, CH-6353 Weggis 

Steckbrief GIS Krananlage beim Weingut zum Sternen, Würenlingen

Steckbrief GIS Krananlage beim Weingut zum Sternen, Würenlingen
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Auf der Bühne nimmt die Bedienperson die sperrige Last in Empfang, um sie dann in den Trichter (links im Bild) zu kippen.
  • Sämtliche Komponenten der Krananlage, wie Profile und Aufhängungen, stammen aus dem modularen Kranbaukasten GISKB.
     

  • Zwei Längsträger sind direkt an den Deckenbalken der Trotte aufgehängt. An ihnen verschiebbar angebracht ist ein Laufkran, mit hochgebauter Doppelträgerbrücke und modernem, zwischengebautem Elektrokettenzug, des Typs GCH 1000/1NF. So wird die verfügbare Raumhöhe optimal ausgenutzt und eine Fläche von 10 m x 5 m erschlossen.
     

  • Zur einfachen Geräteführung dient eine ergonomische Funkfernsteuerung T80, mit den Funktionen: Anheben/Absenken, Längsfahrt vor/zurück, Querfahrt links/ rechts und Notausschalter. Der aktuelle Akkuzustand des Handsenders wird mittels LED’s signalisiert, Aufladung über Nacht.
     

  • Funksender und -empfänger weisen eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten für einen sicheren und komfortablen Betrieb auf.
     

  • Sämtliche Bewegungen (Anheben/Absenken sowie Längs- und Querfahrt) erfolgen durch zweistufige Elektroantriebe mit Sanftanlauf. Die maximale Traglast beträgt hier 1000 kg, bei einer Hubhöhe von 5 Metern. (Ab Werk sind Traglasten bis 1250 kg möglich).
     

  • Sichere und langlebige Stromzuführungen in Längs- und Querrichtung über Kabelwagen mit Schleppkabeln.
     

  • Periodische Wartungsintervalle stellen eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicher.

 


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