Verbesserte UX durch den Einsatz
von Cloud- und Offlinetechnologien

Verbesserte UX durch den Einsatz von Cloud- und Offlinetechnologien
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Mit dem City Guide haben Touristen und andere Interessierte Informationen in und um die angeschlossenen Städte stets dabei.
05.08.2013 | Apps, die Informationen aus dem Internet nachladen, können durch Offlinefähigkeit nutzbarer gemacht werden. Am Beispiel von City Guide wird gezeigt, wie mittels Einsatz von Offlinekarten und der Amazon-S3-Cloud eine App auch ohne Internetverbindung funktionieren kann.

Das Internet hat unseren Umgang mit Wissen nachhaltig verändert. Die Anhäufung von Wissen ist in den Hintergrund gerückt, während Methodenkompetenzen immer wichtiger wurden. Smartphones, mit ihrem Zugriff auf Onlinedaten, sind nun ihrerseits dabei, unseren Umgang mit Informationen aus dem Internet zu revolutionieren. Informationen gibt es nun mit einem Fingerdruck, aber nur, wenn eine Internetverbindung besteht. Leider kommt es aber auch noch im Jahre 2013 vor, dass die Verbindung abbricht oder dass Roaming hohe Kosten verursacht. Gut, wenn in die App eine Caching-Funktionalität integriert ist und sie auch offline genutzt werden kann.

Die Technologien

So bietet die City Guide App beispielsweise zwei Arten von Daten, die offline zur Verfügung stehen sollen: Karten und hierarchisch gegliederte Touristeninformationen. Für die Offline-Maps gibt es mittlerweile einige Frameworks, die in die Apps integriert werden können. Wer Wert auf einen hohen Reifegrad und die Verfügbarkeit von stabilen Android Libraries legt, kann sich in diesem Fall für «OpenStreetMap» entscheiden (siehe Bild links). Durch die Auswahl der mitgelieferten Kartendaten kann die Grösse der App optimiert werden, sodass der Download der App nicht zu lange dauert.

 

Die hierarchischen Informationen hingegen sind a priori nur über einen SOAP Web Service verfügbar. Damit die App auf diese Daten auch zugreifen kann, wenn das Smartphone gerade keine Verbindung hat, werden diese in einer Datenbank lokal zwischengespeichert. Dieser Cache soll natürlich so aktuell wie möglich gehalten werden, ohne aber dem Nutzer hohe Kosten durch unnötig viel Traffic oder Roaming zu bescheren. Deshalb werden die Daten im Vorfeld mittels eines separat entwickelten Aggregators verarbeitet und in kleineren Paketen gezippt via Amazon S3 Cloud bereitgestelltüber eine Liste prüft die App jeweils, welches der Datenpakete aktualisiert werden kann.

 

Liegt ein Update vor, wird der Nutzer beim Starten der Applikation gefragt, ob die aktuellen Daten von der Cloud geladen werden sollen. Die neuen Inhalte sind ebenfalls als Datenbank gehalten und können somit direkt übernommen werden. Da die Apps eine Favoriten-Funktion anbieten, muss darauf geachtet werden, dass alle Einträge mit einer eindeutigen Kennung versehen werden und diese auch über die Updates hinweg gleich bleibt.

 

Ein angenehmer Nebeneffekt der Offlinefähigkeit ist, dass die Daten, sobald sie gebraucht werden, schneller zur Verfügung stehen, da das Laden aus dem Internet langsamer ist als eine Datenbankabfrage.

Verbesserung des Nutzererlebnisses

Durch Cloud- und Offlinetechnologien wird das Nutzererlebnis deutlich verbessert. Besonders interessant für internationale Anwender: Für die Nutzung der Apps wird keine aktive Internetverbindung benötigt, somit fallen keinerlei Roaming-Gebühren an und es werden deutlich mehr Nutzer angesprochen – auch in Gegenden ohne Empfang.


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