Unterwegs mit der Maschinenherde

Unterwegs mit der Maschinenherde
Grossansicht Bild
Die Maschinenwesen unterwegs. Bild ©foolpool
31.01.2017 | Die Deutsche Künstlergruppe foolpool hat aus gebrauchten Fahrrädern Maschinentiere erschaffen und zieht mit diesen durch die Gegend. maxon hat das Kunstprojekt mit Antrieben unterstützt.

Sie wirken unheimlich, diese Wesen, wenn sie langsam näher kommen. Sie sehen ein wenig aus wie eine Mischung aus Giraffe und Gazelle mit ihren dünnen und langen Gliedmassen. Ihre Köpfe drehen sich von einer Seite zur anderen. Sie scheinen sich in der Gegend umzusehen.
Diese Tiere sind mechanische Kreaturen, erschaffen von der Deutschen Künstlergruppe foolpool. Inzwischen besteht ihre Herde aus acht Tieren, die menschlichen Mitglieder fungieren als Hirten. Und so zieht die Gruppe von Stadt zu Stadt an verschiedene Festivals in ganz Europa und sorgt für ungläubige und faszinierte Blicke der Besucher.

Die "Tiere" sind bis zu 2,5 Meter gross
Die Maschinenwesen bestehen praktisch nur aus recycelten Fahrradteilen, neu zusammengeschraubt und verschweisst. Jedes Tier der Herde ist verschieden, erklärt Maximilian Auerbach von foolpool, wobei es weibliche wie auch männliche Individuen gibt. Sie sind zwischen 1,5 und 2,5 Meter gross und bis zu 2,5 Meter lang. Die Tiere bewegen sich selbstständig fort. Sie gehen vor- und rückwärts und das in verschiedenen Geschwindigkeiten. "Für die Zuschauer entsteht der Eindruck, dass die Wesen auf das Rufen und Führen der Hirten reagieren."
 
Antriebe sind fast nicht zu sehen
Damit die Maschinenwesen überhaupt vorwärts kommen, braucht es robuste und kompakte Antriebe. maxon motor hat dazu mehrere Motor-Getriebe-Kombinationen zur Verfügung gestellt. In den Tieren sind verschiedene Typen und Grössen von DC-Motoren und Planetengetrieben verbaut. Darunter etwa RE 40 oder A-max Motoren. Beide sind mit der speziellen eisenlosen Wicklung ausgestattet, was sie besonders energieeffizient macht. Die Mikromotoren liefern die nötige Kraft, um die Herdentiere in Bewegung zu bringen und sind trotzdem kaum zu sehen. "Eine typische Zuschauerfrage lautet: Wo ist eigentlich der Motor? Das beweist doch, wie gut die Antriebe in den Tieren integriert sind", sagt Maximilian Auerbach. Lobende Worte findet er auch zur Zusammenarbeit mit maxon motor: "Wir wurden trotz unseres fehlenden Fachwissens immer so beraten, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen konnten."

Kritik am blinden Technikvertrauen
Die Herde der Maschinenwesen ist vorerst vollzählig. Allerdings planen die Künstler, noch zwei hundeähnliche Wesen zu bauen. Der Abwechslung wegen. "Wir möchten die Besucher immer wieder überraschen, emotional berühren und zum Nachdenken anregen", sagt Auerbach. Er tritt seit fast 30 Jahren mit foolpool an Events auf. Doch nie zuvor hat die Künstlergruppe bei einer Performance so stark auf mechatronische Elemente gesetzt. Doch das Werk scheint gut anzukommen. Vielleicht auch, weil mit der Herde der mechanischen Tiere gleich mehrere Themen angesprochen werden. Zum einen die Wegwerfmentalität, aber auch der Umgang mit Ressourcen. Andererseits sollen die Figuren eine Welt wiederspiegeln, die stark von Robotern geprägt ist. Und schliesslich ist auch eine leise Kritik am blinden Technikvertrauen enthalten.

 

maxon Produkte in diesem Artikel

maxon RE 40 Motor

Dieser Mikromotor mit seiner eisenlosen Wicklung und starken Neodym-Magneten hat einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Der Antrieb ist robust und einfach anzusteuern.
 
maxon A-max 22 Motor
Die kostengünstige Variante eines zuverlässigen bürstenbehafteten DC-Motors. Automatisierte Herstellungsprozesse machen diese Antriebe zu interessanten Alternativen.
 
maxon GP 42 C Getriebe
Das Planentengetriebe GP 42 liefert das nötige Drehmoment für die Maschinenwesen. Zudem ist es mit Keramikteilen versehen und dadurch besonders robust und langlebig.

Bewertung Ø:
   
Meine Bewertung:

Fragen und Kommentare (0)