Sandy Bridge Boards für die Industrie

Sandy Bridge Boards für die Industrie
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Blockdiagramm des Intel Q67 Express Chipsets
08.11.2011 | Was bedeutet Sandy Bridge? Der Begriff Sandy Bridge steht für eine Prozessor-Mikroarchitektur, die von dem Chip-Giganten Intel entwickelt und erstmals im Januar 2011 enthüllt wurde. Die Technologie basiert stellenweise auf den Vorgänger-Chiparchitekturen „Core“ und „Westmere“.

Entwicklung des neuen Standards geht bis in Jahr 2006 zurück und wurde von denselben Technikern durchgeführt, die bereits für die erfolgreichen Intel Core-Prozessoren zuständig waren. Der Intel® Q67 Express-Chipsatz und die Intel® Core™ Prozessoren der zweiten Generation liefern bei Bedarf automatisch mehr Leistung und Verbesserungen bei der Sicherheit und Systemverwaltung. Eine der größten Errungenschaften ist eine stärkere Betonung einer modularen Bauweise. Die Architektur kann auf einzelne Module, die auch über die eigentliche CPU hinausgehen, je nach Bedarf zugreifen. Zu jenen Modulen zählt beispielsweise die GPU, das Herzstück einer jeden Grafikkarte. Da aktuelle Modelle von ATI, Nvidia & Co äußerst gut gerüstet sind und stellenweise 1 GB Arbeitsspeicher und mehr bieten, werden sie immer häufiger in anderweitige Rechenprozesse involviert. Die Rechenleistung wird so über mehrere Recheneinheiten verteilt, sodas die Performance steigt. Auch dieses Grundkonzept macht sich zunutze.

Der Prozessor-Cache wird bei Sandy Bridge-Prozessoren mit den Kernen, dem Speicherkontroller und der GPU über einen internen Ringbus verbunden. Über diesen erreichen sie, zumindest in der Theorie, Übertragungsraten von bis zu 96 GB pro Sekunde und Verbindung. Ein weiterer -Technik ist der sogenannte „Dynamic Turbomode“, der bereits von der Westmere-Architektur bekannt ist. Sollte sich der Prozessor über eine längere Zeit hinweg im Leerlauf befinden, kann er im nächsten Moment kurzfristig hochgetaktet werden. Im Zuge dessen erhält das System einen Leistungsschub, der anschließend nach und nach wieder auf einen normalen Level heruntergefahren wird. Mit ihren integrierten Grafikfunktionen sorgt die zweite Generation der Intel Core Prozessoren für ein atemberaubendes und perfekt abgestimmtes Multimedia-Erlebnis.

Mini-ITX Board mit Sandy Bridge

Mini-ITX Board mit Sandy Bridge
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Mini-ITX Board MI956 von IBASE
Neue CPU-Technologien und Chipsets werden üblicherweise immer zuerst in kommerziellen, handelsüblichen Motherboards eindesigned, bevor diese später als Mobile CPUs und Mobile Chipsets, z.B. in Notebooks erhältlich sind. Diese Mobile Technologie verbraucht viel weniger Energie und ist deshalb viel leistungsärmer, was sich auf die Umgebungstemperatur und somit auf die MTBF eines Systems auswirkt. Diese Tatsache macht sich die Industrie zu Nutze und verwendet für die Industrial Embedded Boards mehr und mehr diese Mobile Technologie. Es dauert jedoch immer mehrere Monate länger, bis solche Industrie-Boards dann auch in dieser Technologie erhältlich sind. Solche CPUs (Core i7/i5/i3 Mobile) und Chipsets (QM67 Express) kommen dann auch in die “Intel Embedded Raodmap“, welche eine Zykluszeit von mindestens 5 Jahren garantiert, was bei Industrie-Anwendungen neben der MTBF ein sehr wichtiges Argument ist. Die beiden taiwanesischen Hersteller IBASE und COMMELL sind bekannt dafür, dass sie bei solchen neuen Technologien als erste Firmen solche Produkte auf den Markt bringen. Auch dieses Mal hatten diese Taiwanesen die Nase vorn und sind mit mehreren Boards schon eine weile auf dem Markt. Wir möchten Ihnen eine Auswahl dieser neuen Embedded-Boards in 2 verschiedenen Formfaktoren vorstellen.

Applikationen:           
CAD- und Gaming-Aplikationen, Bildverarbeitung,Videobearbeitung, Multimedia, Einbau in Mini-PCs und Panel-PCs, Mini-Server (mit kleinen Abmessungen), POS, POI.

3,5“ Embedded Board mit Sandy Bridge

3,5“ Embedded Board mit Sandy Bridge
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3,5" Embedded Board IB905 von IBASE
Mittlerweile sind mehre Boards mit Sandy Bridge auch in anderen Formfaktoren erhältlich, wie z.B. Full Size SBC mit PICMG 1.3 Standard oder PCI Half Size SBC. Alle diese Boards eignen sich für leistungsstarke, industrielle PC-Systeme mit passiver Backplane. In diesen Kompakt-Systemen können dann eigene Interface-Karten mit den entsprechenden Funktionen wahlweise dazu eingesteckt werden. Auch ATX-, uATX-Motherboards gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern. Diese werden allerdings meistens nicht in der Mobile Technologie ausgeführt. Diese Boards sind dann mehrheitlich mit dem 1355B Sockel ausgerüstet um die Sandy Bridge Desktop CPUs zu verwenden. Diese Motherboards verfügen dann auch über mehrere PCI-Steckplätze, wie sie in der Industrie vielfach gebraucht werden. Selbstverständlch haben alle diese Motherboards einen langen Industrie-Lebenzyklus und können in Umgebungs-temperaturen von 0°C bis 60°C problemlos betrieben werden.

Applikationen:           
Mini-PCs und Panel-PCs, POS, POI, Hochleistungskameras, Kiosk-Applikationen, POI, POS, Visualisierung, Bildbearbeitung, Steuerungen, Roboter, Automaten, Geräteeinbau, Sicherheitstechnik, etc.

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