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12.10.2015 | Proportionalventiltechnik in der Prozessautomation bietet viel Flexibilität und liefert hochwertige Regel-Ergebnisse. Eine Komplettlösung von Festo zeigt im neuen Technikum von Boehringer Ingelheim, was moderne Pneumatik heute leisten kann.

In Biberach, am weltweit größten Forschungs- und Entwicklungsstandort von Boehringer Ingelheim, sichert ein neues Technikum die Produktion innovativer pharmazeutischer Wirkstoffe. Insgesamt 15 chemische Reaktoren liefern in der 2.700 m2 grossen Pilotanlage die benötigten Substanzmengen. Die Dimensionen des neuen Technikums verdeutlicht ein Blick auf die von Festo gelieferten Produkte: 12 Inertgasstationen, 40 Ventilinseln CPX-MPA zur Ansteuerung der Prozessventile sowie rund 200 automatisierte Kugelhähne und Absperrklappen.

Argon und Stickstoff proportional geregelt
Von Anfang an war Festo als Lösungsanbieter auf dem Gebiet der Prozessautomation mit in das Projekt eingebunden. Da bei der Wirkstoffherstellung brennbare Lösemittel zum Einsatz kommen, arbeiten viele Prozesse in Reaktoren, Zentrifugen und Trockenschränken mit inerten Atmosphären. Wurden für die Regelung von Argon und Stickstoff in den bisherigen Anlagen drei Druckstufen mit eigenen Rohrleitungsnetzwerken, Regelventilen und Durchflussmessern benötigt, so übernehmen in der neuen Anlage kompakte Proportional-Druckregelventile VPPM von Festo hoch effizient die Aufgabe. Dank ihres großen Regelbereichs sind zwei Druckstufen ausreichend.

Um möglichst wenig Einbauraum in Anspruch zu nehmen, wurden die Festo Proportional-Druckregelventile VPPM auf einer Ventilinsel MPA integriert. Diese bildet zusammen mit der Automatisierungsplattform CPX eine kompakte Lösung. Das Messen der Gasvordrücke im jeweiligen Anlagenteil übernimmt ein CPX Druckmessmodul. Die so erzielte flächendeckende Überwachung eröffnet gegenüber den bisherigen Lösungen eine Vielzahl neuer Diagnosemöglichkeiten.

Automatisierungsplattform CPX
Für die Versorgung der gasgeschmierten Gleitringdichtungen kommen im neuen Technikum ebenfalls Proportionalventile in Kombination mit Durchflussmessern und Drucksensoren von Festo zum Einsatz. Über das CPX und den integrierten Feldbusknoten an das Prozessleitsystem angeschlossen, ermöglicht die Ventilinsel MPA die zentrale Überwachung des Gasverbrauchs der Dichtung sowie die Regelung des Drucks in Abhängigkeit vom Behälterinnendruck. Dieses kontinuierliche Condition Monitoring reduziert den Wartungsaufwand.

Mit der Integration der Proportionalventiltechnik von Festo verfügt Boehringer Ingelheim über eine Reihe von Vorteilen. Die Komponente „Multi-Sensor-Control“ des VPPM liefert durch integrierte Drucksensoren und PID-Regler hochwertige Regelergebnisse und ein robustes Regelverhalten. Die Schaltschrankinstallation im Technikkorridor statt im Reaktorraum spart bares Geld beim Ex-Schutz.

Flexibel und einfach steuern
Die Anlage lässt sich jetzt viel flexibler und einfacher steuern. Auch konnte Boehringer Ingelheim die Installationskosten gegenüber der bisher verwendeten Technik senken. Funktional, flexibel und kostengünstig sorgt die als Komplettlösung entwickelte und gelieferte Proportionalventiltechnik von Festo dauerhaft für mehr Effizienz in der Prozessautomation des Pharmaunternehmens.

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