Metal Injection Molding / Metallpulverspritzguss

Metal Injection Molding / Metallpulverspritzguss
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12.05.2015 | Typische Schweizer Spezialität: Kleine, filigrane Stahlteile von komplizierter Geometrie, höchst präzise und dünnwandig. Solche Bauteile entstehen im Metal Injection Molding.

MIM – diese drei Buchstaben stehen für ein revolutionäres Formgebungsverfahren zur Herstellung von komplex geformten, metallischen Klein- und Kleinstteilen. Resultat dieses Verfahrens sind kostengünstige Serienteile für hohe und höchste Ansprüche.


Wie das funktioniert? – MIM verbindet zwei bekannte Herstellungstechnologien, nämlich das Plastikspritzgiessen und das Sintern von Metallpulvern. Bei MIM besteht das spritzfähige Ausgangsmaterial aus Kunststoff und mehr als 90 Gewichtsprozent hochfeinen Metallpulvern, die verwendungsabhängig legiert werden können und zunächst nach dem Plastikspritzguss-Verfahren wie gewöhnlicher Kunststoff zu Formteilen verarbeitet werden. Dann aber wird der Kunststoffanteil, der die komplexe Formgebung ermöglicht hat, aus den Teilen vollständig herausgelöst, ohne dass die Teile dabei ihre Form verlieren. Durch anschliessendes Sintern erhalten die Teile ihre metallischen Eigenschaften, die eine Werkstoffdichte von 98% des theoretischen Wertes erreichen.

 

Mit diesem Verfahren, dass in der Medizinal-, Wehr-, Schliess-, Sensorentechnik und bei Automobilern vertreten ist, können sehr hohe Stückzahlen und komplexe Formen kostengünstig hergestellt werden. Das Verfahren steht weiter für eine hervorragende Oberflächengüte, enge Toleranzgrenzen, ein umfängliches Werkstoffangebot und nicht zuletzt hohe Wirtschaftlichkeit bei adäquatem und gezieltem Einsatz.

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