Messtechniken im Zollfreilager von Genf-La Praille

Messtechniken im Zollfreilager von Genf-La Praille
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22.01.2016 | Die Ports Francs et Entrepôts de Genève SA haben im Jahr 2014 ihr neues Lagergebäude eingeweiht damit sie ein hohes Niveau an Qualität und Sicherheit gewährleisten können. Es wurde speziell konzipiert, um Wertgegenstände entsprechend den Anforderungen der Versicherer zu lagern. Dementsprechend wurden Temperatur- und Feuchtigkeitsmessumformer der Züricher Firma Rotronic installiert, die eine Kontrolle des optimalen Lagerklimas ermöglichen.

Unser Land verfügt über rund ein Dutzend Zollfreilager, Transitzonen für die Lagerung von Waren, deren Hauptvorteile die temporäre Aufhebung der Zollrechte und der Steuern sind. Sie profitieren neben einer Lage im Herzen Europas auch von einer rechtlichen und politischen Stabilität. Das Unternehmen Ports Francs et Entrepôts de Genève SA, an dem der Kanton Genf 87 % der Anteile hält, ist in La Praille ansässig, wo es eine Gebäudefläche von 150 000 m² verwaltet, die Hälfte davon unter schweizerischem Regime (zollfrei). Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern gibt es in den schweizerischen Zollfreilagern keine zeitliche Begrenzung für die Lagerung der Waren, die nicht aus der Schweiz kommen.


Im Laufe der Jahre hat sich die Art der in den Zollfreilagern hinterlegten Waren sehr verändert. Zusammen mit der starken Entwicklung des Kunst- und des Weinmarktes sind besondere Anforderungen an die Sicherheit und die Qualität entstanden, die in erster Linie die Lagerbedingungen betreffen (Temperatur, Hygrometrie, Vibrationsfreiheit). Das neue in Zusammenarbeit mit spezialisierten Auftragnehmern entworfene Lagergebäude wurde im Jahr 2014 eingeweiht. Das Gebäude, das in erster Linie der Lagerung von Wertsachen wie Antiquitäten, Kunstwerken oder Wein dient, ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Spezialisten aus den Bereichen Sicherheit, Versicherung, Energie und Architektur sowie den Nutzern. Zu den zahlreichen im Lastenheft aufgezählten Elementen gehört auch der wichtige Punkt der klimatischen Bedingungen (Temperatur und Feuchtigkeit) in den Lagerräumen des Gebäudes.

227 Rotronic HygroFlex Messumformer im Zollfreilager Ports Francs

227 Rotronic HygroFlex Messumformer im Zollfreilager Ports Francs
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Das Gebäude ist in zwei große Bereiche aufgeteilt. Einer für die Lagerung des Weins entsprechend der geltenden Vorschriften (70 % Feuchtigkeit, 13°C), wie in den Kellern unserer Vorväter. Der zweite Bereich ist empfindlichen und wertvollen Waren vorbehalten, in erster Linie Gemälden (55 % Feuchtigkeit, 21°C).


Abhängig vom Lagerplatz der Waren ist es nicht immer einfach zu überprüfen, ob Belüftung und Lufterneuerung überall effektiv arbeiten. Daraus entstand die Idee, 227 Rotronic-Messumformer vom Typ HF135-AB1X in den gesamten Räumlichkeiten zu verteilen. Die Instrumente werden über ein System vom Typ MSR vom Genfer Unternehmen EnerBat fernüberwacht, einer auf das technische und energetische Monitoring von Gebäuden und Installationen spezialisierten Firma, die täglich die Einhaltung der Temperatur- und Feuchtigkeitsvorschriften kontrolliert.


Da das Gebäude konzipiert wurde, um die besten Lagerbedingungen zu gewährleisten und die klimatischen Bedingungen möglichst stabil zu halten, verfügt es über keinerlei Fenster.

Die perfekte Kontrolle von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit

Die perfekte Kontrolle von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit
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Die Genfer Firma Elitec SA, eine Rotronic-Kundin, hat eine Reihe von Messfühlern in den Lagergebäuden der Ports France et Entrepôts de Genève SA angebracht, darunter 260 Hauptfühler HF 135-AB1X (227 installiert, der Rest als Reserve).


Die T/rF-Wandfühler des Zollfreilagers wurden ca. 150 cm vom Boden entfernt an den Wänden befestigt. Sie ermöglichen eine Kontrolle der Temperatur und der Feuchtigkeit in der Raumluft und die Abgabe eines Warnsignals im Fall einer Überschreitung der Grenzwerte. Außerdem sind die Fühler an Geräten von Saia-Burgess Controls angeschlossen, die von Elitec geliefert und programmiert wurden. Diese Automaten sind untereinander mit Ethernet verbunden und in ein Scada-Überwachungssystem integriert.


„Wir haben uns auf Grund des Preis-Leistungsverhältnisses der Produkte für die Firma Rotronic entschieden. Natürlich gab es andere Möglichkeiten, aber zum gleichen Preis konnte Rotronic mit der Produktpalette HF1 bei Qualität, Zuverlässigkeit des Materials, technischem Support und Eichung besser punkten“, verrät Fabien Caradot von Elitec SA in Plan-les-Ouates.


Elitec, das ursprünglich in der Herstellung von elektrischen Schalttafeln aktiv war, zählt heute rund zwanzig Mitarbeiter und komplettiert sein Dienstleistungsangebot durch die Bereiche Gebäude-Automatisierung, Domotik und verschiedene Prüfungsleistungen wie technische oder schematische Analysen.


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