Leistungsstarkes „Sonnendach“

Leistungsstarkes „Sonnendach“
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Einzigartige Konstruktion
26.04.2017 | Ein knappes Jahr lag zwischen der ersten Idee und dem Netzanschluss der leistungsstärksten Photovoltaikdachanlage der Schweiz. Mit Know-how und Erfahrung hat Weidmüller zu dieser Rekordzeit beigetragen.

Unter anderem unter Einsatz des grössten mobilen Pneukrans Europas und des Transporthelikopters „Super Puma“ wurden die vormontierten Einheiten aus 20-kW-Wechselrichtern und Photovoltaikmodulen vom Boden auf das Dach gehoben und auf der einzigartigen Stahlkonstruktion montiert.

Was hier gestemmt wurde, ist die derzeit leistungsstärkste Photovoltaikdachanlage der Schweiz, die auf dem Flachdach einer Produktionshalle in der Gemeinde Zuchwil entstanden ist. Bauherrin ist die Swiss Prime Anlagenstiftung. Mit der Planung, Realisierung und Wartung der Dachanlage wurde das lokale Unternehmen Helion Solar beauftragt.

Die Photovoltaikanlage ist von ihrer Konstruktion her einzigartig, da sie auf dem Dach einer bestehenden Produktionshalle errichtet wurde. Eine spezielle Stahlkonstruktion, auf der die Photovoltaikmodule in vier Metern Höhe über den vorhandenen Giebel- und Sheddächern montiert wurden, stellt die problemlose Zugänglichkeit für spätere Wartungszwecke sicher“, berichtet Dominik Stierli, Projektleiter bei Helion Solar. „Aufgrund des Stichtages für die Einspeisevergütung hatten wir mit dem 30. September eine harte Deadline. Einhalten konnten wir den straffen Projektplan durch Massnahmen wie die Vorfabrikation der Montageeinheiten. Aber auch Partner wie Weidmüller, die uns mit hohem Anspruch und Engagement zur Seite standen, zählen für uns zu den Erfolgskriterien in diesem Projekt.“

Erste anschlussfertige Lösungen in kürzester Zeit

Erste anschlussfertige Lösungen in kürzester Zeit
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Auf der 36.000 m² grssen Dachfläche erzeugen heute 22.000 Solarpanels eine Energieleistung von 5,6 MW. Das deckt den Bedarf von mehr als tausend Einfamilienhäusern – etwa einem Drittel der Einwohner von Zuchwil. Die CO2-Einsparungen liegen bei ca. 595 Tonnen jährlich, was dem Ausstoss der Treibstoffemissionen eines Neuwagens entspricht, der rund 104-mal um die Erde fährt. Zu diesem Ergebnis tragen 284 individuell für Helion Solar assemblierte Generatoranschlusskästen bei, welche die Leistungen der einzelnen Strings zuverlässig bündeln und mit dem Wechselrichter verbinden.

„Als der Projektleiter von Helion Solar sich mit dem Bedarf nach kundenspezifischen Generatoranschlusskästen an uns wandte, waren es noch rund drei Monate bis zur geplanten Inbetriebnahme. Kein Problem, sagten wir ihm und lieferten einschliesslich Erstbemusterung innerhalb von nur zwei Wochen die ersten anschlussfertigen Lösungen“, berichtet David Schütz von Weidmüller, der das Projekt als Spezialist für applikationsspezifische Lösungen begleitet hat. „Durch unser Know-how rund um die technischen Verordnungen in der Schweiz konnten wir für Helion Solar Lösungen entwickeln, die absolut normkonform und sorgfältig auf die geplante Anlagenarchitektur ausgelegt sind. Die Tests in der Applikation haben unsere Prototypen daher direkt bestanden. Anschliessend haben wir die Generatoranschlusskästen fertig montiert und geprüft geliefert, sodass die Installationszeit vor Ort nur noch auf die reine Inbetriebnahme reduziert war.“

Störeinkopplungen durch Überspannungen wirkungsvoll reduzieren

Störeinkopplungen durch Überspannungen wirkungsvoll reduzieren
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Aufgrund der Installationshöhe und grossflächigen Ausdehnung der Photovoltaikdachanlage in Zuchwil besteht grundsätzlich eine Gefährdung durch Blitzentladungen. Beschädigungen an Einzelsegmenten oder der Ausfall der gesamten Anlage können die Folge sein. Um Reparaturkosten und eine beeinträchtigte Wirtschaftlichkeit zu vermeiden, hat Weidmüller in die Generatoranschlusskästen Blitz- und Überspannungsschutz integriert, der speziell für die DC-Seite von Photovoltaikanlagen entwickelt wurde.

An welchen Stellen einer Photovoltaikdackanlage der Einsatz von Überspannungsschutzkomponenten technisch angebracht ist, hängt von der Anlagenart, dem Anlagenkonzept und der räumlichen Ausdehnung ab. Bei grösseren Industriegebäuden wie dem in Zuchwil betragen die Leitungswege mehr als zehn Meter. Entsprechend sollte nicht nur der DC-Eingang des Wechselrichters geschützt werden, sondern es empfiehlt sich zusätzlich die Installation von Überspannungsschutzgeräten in der Nähe des Photovoltaikmoduls.

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