Leckagen: Sicherheit in der Chemischen Industrie

Leckagen: Sicherheit in der Chemischen Industrie
Grossansicht Bild
8 Kanal Multiplexer mit mipromex MPR
13.10.2014 | Vollautomatische Flüssig-Leckage-Überwachung in Labor, Mini- und Pilotplant. Der 8-fach Multiplexer detektiert Leckagen an neuralgischen Punkten.

Die Anforderungen an den Sicherheitsstandard in Labor und Miniplant nehmen stetig zu. Die Automatisierung der teilweisen autonom betriebenen Anlagen bei einem Life Science Unternehmen im Fricktal, fordert unter den internen SHE-Richtlinien (Safety Health Environment) entsprechende Massnahmen. Der neue mipromex® MPR mit der Multiplexer-Messsignalverarbeitung von max. acht Sensoren bringt eine hohe Betriebssicherheit und schützt das Personal.

Durch die Umnutzung des Miniplant-Labors zu einem Technikum für thermische Verfahrens- und Reaktionstechniken, wurden die Sicherheits-Anforderungen im Bereich SHE erhöht. Zusammen mit Aquasant-mt Bubendorf wurde nach einer Lösung gesucht und das Pflichtenheft für die Entwicklung einer Leckagen-überwachung erstellt. Beim Einsatz von grösseren Lösungsmittelmengen in Stahl- oder Glasapparaturen soll eine erhöhte Sicherheit geboten werden. In der Anlage sollen mehrere kritische Punkte überwacht und zentral über ein Alarmsystem ausgewertet werden können.

Die Lösung heisst mipromex® MPR und Octuplus Multiplexer

Die Lösung heisst mipromex® MPR und Octuplus Multiplexer
Grossansicht Bild
Tropfensensor in verschiedenen Grössen

Mit dem mipromex®- MPR und den Octuplus Multiplexer können bis zu 8 kritische Stellen, wie z.B. Hähne, Flansche oder Ventile, in der Anlage auf Leckagen überwachen werden. Der Tropfen-/Leckage-Sensor oder eine Stabsonde wird in einer Auffangwanne unterhalb einer Kolonne oder einem Reaktor platziert. Bei einer Leckage, schon ab kleinen Lösungsmittelmengen, oder einem Glasbruch wird dies detektiert und als (Sammel-) Voralarm bzw. als (Sammel-) Alarm ausgegeben. Ein ausgelöster quittierbarer Voralarm, von einem oder mehreren Sensoren, informiert akustisch und visuell den Betreiber über die Leckage. Tropften grössere Mengen Produkt auf ein Tropfen-/Leckage-Sensor, so wird der Alarm ausgelöst. Allfällige Zündquellen, wie Pumpen, Thermostate oder Ventile, der Anlage können mittels Relaisausgang unterbrochen werden

Sondentechnik, Impedanzmessprinzip

Sondentechnik, Impedanzmessprinzip
Grossansicht Bild
2-Kanal Leckagen Alarmsystem

Tropft oder fliesst Produkt auf die aktive Messfläche eines Tropfen-/Leckagesensors, so ändert sich die Impedanz in Funktion der dielektrischen und elektrisch leitfähigen Eigenschaften organischer Produkte und wässeriger Lösungen sowie der Produktmenge.


Die gemessene Impedanz wird als Summensignal von der Messelektronik MTI direkt in ein digital normiertes Signal umgesetzt und als Impulspaket via Multiplexer zum mipromex®- MPR übertragen und dynamisch ausgewertet. Die entsprechenden Alarm-zustände werden via Mikrocontroller angezeigt.


Wird der vom Gerät, beim ersten Tropfen automatisch berechnete Grenzwert überschritten, wird ein optischer und akustischer (90dB) quittierbarer Sammel-, -Vor- bzw. Hauptalarm ausgelöst. Der jeweilige Betriebszustand der Kanäle wird mit einer dreifarbigen LED-Anzeige signalisiert. Die einfache Parametrierung des mipromex®-MPR Leckwarngerät, erfolgt über das menügeführte Programm. Es muss lediglich die Anzahl Sensoren/Sonden sowie die Messempfindlichkeitsstufe (hoch/mittel/niedrig) eingegeben werden und das Gerät ist betriebsbereit. Beim erneuten Einschalten des Gerätes wird eine automatische Nullpunkt- (Offset-) Speicherung durchgeführt. Kanalnummer, Messwert, Grenzwert und Alarmzustand sind direkt auf dem Display abrufbar.


Das mipromex®-MPR Leckwarngerät verfügt über zwei Relaisausgänge mit Wechselkontakt mit Low- und High- Funktion sowie einstellbarer Anzug- und Abfallverzögerung und Fail-Safe-Stellung. Die Signale der Sensoren 1 und 2 stehen als Analogausgang zur Verfügung und können herausgeführt werden. Die Fehlermeldungen, technische Störung und Messwertunterschreitung werden auf dem Display visualisiert.

Aquasant Messtechnik AG Bubendorf ist bekannt für die kundenspezifische Lösung messtechnischer Aufgaben. Die Kompetenz, hochauflösende Impedanzmessung mit den Rohr- und Stabsonden, für Trennschicht, Füllstand und Grenzwert, kombiniert mit dem mipromex®-Auswertegerät, ist die Grundlage für Weiterentwicklungen verschiedenster Anwendungsbereiche. Das Ziel, hohe Sicherheit, Anwenderfreundlichkeit, plug&play und Zeiteinsparung für niedrige Betriebskosten, ist der Grundsatz bei unseren Entwicklungen.
 
Betriebssicherheit ab der ersten Inbetriebnahme von Labor-, Miniplant- und Betriebsanlagen ist vor allem bei Mehrzweck-anlagen mit wechselndem Personal sehr wichtig. Das Auswertegerät mipromex® zeichnet sich durch ein übersichtlich gestaltetes  Grafikdisplay  und die einfache Bedienung aus.


Bewertung Ø:
   
Meine Bewertung:

Fragen und Kommentare (0)