Kriegen Sie beim Lesen einen Hustenanfall?

26.03.2026 | Wenn jemand einen Redaktions- oder Werbetext schreibt, will er vor allem eines: ja nicht aus dem Rahmen fallen — aus Angst, dass er sonst aus dem Rahmen fällt.

Das Resultat: Knochentrockene Texte, Reizhusten beim Lesen.

Das Ganze, wenn möglich, im wohlformulierten KI-Modus.

Der Text wird gelesen. Man nickt weise. Gut formuliert. Aber — worum ging es nochmals?

Hauptsache, wir haben alle unsere textlichen Vorzeigeanzüge angezogen. Wir sind akzeptiert, stehen nicht im Abseits — und na ja, gesehen wurden wir immerhin. Ach ja?

Was ist so schlimm an Kreativität? Dass jemand sagt: der spinnt? Oder — der schlimmste aller Vorwürfe im Werbe- und PR-Himmel — der ist doch nicht seriös?

Zu Kreativität muss man stehen können.

Interessant sind Texte, mit denen man spielen kann. Bei denen die Leser geistig mitmachen, mitdenken, schmunzeln. Etwas das aufstellt und auf neue Gedanken bringt.

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