Hochwertige
Stromversorgung für einen Weltmarktführer

Hochwertige Stromversorgung für einen Weltmarktführer
17.02.2014 | Bobst SA hat seine komplette Produktion von Prilly nach Mex verlegt. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts arbeiten nun alle Beschäftigten des Unternehmens gemeinsam an einem einzigen Standort. Neben einer hochmodernen Fertigungsanlage sowie einem Kompetenz-Center verfügt der neue Firmensitz auch über ein Verwaltungsgebäude, eine Elektroinstallation sowie eigene Erholungsbereiche.

Bobst SA fertigt qualitativ hochwertige Maschinen, die u. a. beim Zuschneiden, der Ausformung, dem Strangpressen, dem Kaschieren, der Vakuummetallisierung, dem Druck und der Vergoldung von Produkten zum Einsatz kommen. Die Kompetenz des waadtländischen Unternehmens beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Fertigung von Verpackungsmaschinen, sondern umfasst auch eine breite Palette an Serviceleistungen, die alle Massnahmen abdeckt, die seine Kunden zur Optimierung ihrer Produktion benötigen: technische Unterstützung, Kundendienst, Lieferung von Ersatzteilen und Verbrauchsgütern, Bereitstellung von Werkzeugen, Maschinenumzug, Inspektion, Schulungen und vieles mehr. Die Maschinen von Bobst lassen sich aus mehr als 400’000 verschiedenen Teilen zusammensetzen und ermöglichen die Herstellung von rund 10 Billionen Verpackungen weltweit pro Jahr.


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Ein Standort, der sämtliche Tätigkeiten vereint
Dank der Realisierung des Projekts TEAM (Tous Ensemble A Mex – Alle gemeinsam in Mex) war es möglich, die Aktivitäten von Bobst in der Schweiz an einem einzigen Ort zu bündeln. Dazu mussten zunächst neue Gebäude errichtet werden – unter anderem eine neue, 14’000 m2 grosse Produktionshalle, die perfekt auf die Arbeitsabläufe abgestimmt ist. Sie grenzt direkt an eine der alten Montagehallen und bietet mit ihr zusammen 28’600 m2 Raum für diverse Werkstätten. Im Untergeschoss stellt ein Leitungsstollen die Medienversorgung der Arbeitsplätze sicher. Ferner finden sich hier ein Rechenzentrum sowie eine zentrale Kühlanlage, die den gesamten Standort versorgt. «Diese neue Konfiguration ermöglicht es uns, die Maschinen direkt neben den Produktionswerkstätten der einzelnen Teile zu montieren. Dadurch entfällt die Zwischenlagerung», erklärt Jean-Marc Pasche, der zuständige Werkstattleiter bei Bobst SA. Angebaut an diese Halle ist ein dreistöckiges Bürogebäude, aus dem sich ein freier Blick auf die Fertigungswerkstätten bietet. Das 4000 m2 grosse Kompetenz-Center dient als Ausstellungsund Fertigungshalle, in der das Unternehmen Lösungen für seine Kunden entwickelt. Ein neues dreistöckiges Verwaltungsgebäude bietet auf 3600 m2 Platz für 120 Personen. Eine Glasscheibe trennt den Empfangsbereich vom eigentlichen Kompetenz-Center und verleiht diesem so seinen ganz eigenen Charakter. Für die Gastlichkeit des Firmensitzes sorgt ein weiteres Gebäude mit einer Holz-Metall-Fassade, grossen Fenstern und begrüntem Dach, in dem das Betriebsrestaurant liegt. Die rund 3000 m2 grosse Kantine bietet Platz für 700 Personen. Täglich werden hier rund 1000 Mahlzeiten ausgegeben. Im Erdgeschoss werden zudem bis zu 44 Kinder betreut. 

Die Stromversorgung des Projekts
Um die Stromversorgung der neuen Gebäude gewährleisten zu können, hatte der Bauherr die Lieferung, die Montage sowie die Einrichtung der Elektroinstallationen ausgeschrieben. Dabei war es eine Bedingung, dass während der Arbeiten der Betrieb auf dem gesamten Standort aufrechterhalten werden musste. Im Rahmen dieser Ausschreibung und auf Grundlage eines von den Ingenieurbüros Christian Risse SA und MAG-Ingénierie SA ausgearbeiteten Lastenhefts erhielten schliesslich die Firmen Schneider Electric (Schweiz) AG und Groupe E Connect SA den Zuschlag. Der Auftrag bestand aus einer Gesamtlösung mit einer Versorgung mit Mittelspannung (MS) und Niederspannung (NS) bei einer Leistung von 2500 kVA sowie einem jährlichen Verbrauch in einer Grössenordnung von 7000 kWh. Die Arbeiten dauerten rund 1 Jahr. Um die engen Fristen einhalten zu können, standen dabei die gesamten Mittel- und Niederspannungskapazitäten von Schneider Electric im Einsatz. Ziel des Projekts war es, die Versorgung und das Stromnetz des Standorts in Mex mit einer zweiten Notstromversorgung sicherer und zuverlässiger zu gestalten. «Romande Energie versorgte den Standort in Mex durch nur einen Einspeisungspunkt, was jedoch ein erhebliches Risiko bei Stromausfällen bedeutet hätte. Das von uns vorgeschlagene Konzept umfasst einen zweiten Einspeisungspunkt, wodurch die Versorgung des gesamten Werks sichergestellt wird», so Philippe Curty, der technische Leiter von Groupe E Connect. «Die Planung und die Verwaltung waren dabei die entscheidenden Punkte. So musste insbesondere während des Anschlusses der neuen Geräte das Rechenzentrum abgeschaltet werden, über das der weltweite Kundensupport gewährleistet wird», fügt Olivier Bourlès, Verkaufsingenieur für NS-Lösungen bei Schneider Electric, hinzu.


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Olivier Bourlès, Schneider Electric; André Vessaz, Bobst SA; Jean-Marc Pasche, Bobst SA; Philippe Curty, Groupe E Connect

Sieben Transformatoren, zahlreiche Schaltanlagen und ein MS-Regelkreis
Das Projekt umfasste die Lieferung und die Errichtung von 5 MS-/NS-Verteilstationen mit insgesamt 26 Modulschaltanlagen mit 24 kV sowie 7 Transformatoren von 1000/1600 kVA – einschliesslich der Verlegung der Kabel zwischen diesen einzelnen Elementen. 6 Regelkreisverbindungen mit einer Gesamtlänge von rund 2200 m wurden dabei zwischen den einzelnen auf dem Standort verteilten Stationen verlegt; zudem wurden die Niederspannungsverbindungen zu den Hauptschaltanlagen eingerichtet. Das Anlegen einer Mittelspannung an einem Regelkreis und die Modernisierung zweier über 40 Jahre alter Mittelspannungsstationen waren ebenfalls erforderlich. Für das Verwaltungsgebäude umfasste die Lieferung 2 NS-Schaltgerätegruppen mit 22 Prisma Plus Schaltanlagen, die durch zwei mit einem Masterpact-NT-Leistungsschalter ausgestattete Transformatoren versorgt werden. Der Leistungsschalter ermöglicht die Versorgung durch ein Notstromaggregat mit 800 A. Des Weiteren wurden in der neuen Werkstatthalle 2 mit 18 Prisma Plus Schaltanlagen ausgestattete NS-Schaltgerätegruppen installiert, die von 3 Transformatoren versorgt werden. Die für das Kantinengebäude gelieferte Schaltgerätegruppe setzt sich wiederum aus 5 Prisma Plus Schaltanlagen zusammen. Zudem umfasst sie einen Leistungsschalter für ein Notstromaggregat. Vervollständigt wurde die Leistung schliesslich mit 55 Unterverteilungsanlagen, die mit auf Stecksockeln aufgebrachten Schutzschaltern versehen sind, und mit Automaten, die die Beleuchtungen steuern. Zudem lieferte Schneider Electric auch elektrische Verteilerkästen für die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Werkstatthalle. Diese umfasst 2080 Sonnenkollektoren mit einer Gesamtfläche von 2805 m2 und einer Leistung von 416 kW. Die Produkte und Geräte von Schneider Electric, die durch Groupe E Connect installiert wurden, gewährleisten nicht nur eine absolut sichere Versorgung der neuen Gebäude am Standort Mex, sondern auch den störungsfreien Betrieb der Maschinen und Anlagen.


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