Gebäudeautomation der
Baufelder 1 und 7 des Richti-Areals

Gebäudeautomation der Baufelder 1 und 7 des Richti-Areals
Grossansicht Bild
30.08.2013 | Ein aussergewöhnliches Projekt für die Zukunft – Gebäudeautomation ingeniös realisiert. Das Energiekonzept im Richti-Areal nutzt Erdwärme und Biogas. Dazu kommt die Wärmerückgewinnung. Das sorgt für hohe Anforderungen an die Gebäudeautomation.

Die erste 2000-Watt-überbauung der Schweiz ist ein technisches Meisterwerk mit Raum für Business und Wohnen. Die lärmgeschützten Innenhofpärke dienen nicht nur als Erholungsraum, sie sind mit den 220 je 225 Meter langen Erdsonden auch das Kraftwerk des Quartiers.  Das Energiekonzept nutzt Erdwärme und ermöglicht in Kombination mit Biogas eine  CO2-freie Energieversorgung der gesamten überbauung. Das Wärmerückgewinnungssystem sowie der Minergie-Standard aller Bauten des Richti-Areal  runden das zukunftsorientierte Projekt ab.

Für die hohen Anforderungen dieses Energiemanagements ist eine über alle Gewerke vernetzte Gebäudeautomation unerlässlich. Bühler+Scherler AG hat diese Aufgabe für die Baufelder 1 und 7 zusammen mit der Scherler AG Basel als ARGE übernommen. Mit einer  gesamtheitlichen Steuerungs- und Regelungslösung aller Anlagen, wie Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Beleuchtung und Beschattung wird eine optimale Energieeffizienz mit zugleich minimalen Betriebs- und Wartungskosten ermöglicht.

Über 430 Raumregulierungszonen

Über 430 Raumregulierungszonen
Grossansicht Bild
Leitsystem

Mehr als 40 Lüftungsanlagen versorgen die beiden Gebäude mit temperierter Frischluft. Die verschiedenen Zonen wie Think Tanks, Grossraumbüros, Meetingräume, Einzelbüros, Lounges usw. werden mit über 430 Raumregulierungszonen mit abgestimmter, automatisierter Beleuchtung und Beschattung geregelt. Die fast unsichtbare Kälte- und Wärmeversorgung erfolgt über ein ausgeklügeltes Deckensystem und sorgt diskret für ein angenehmes Raumklima. Die vollautomatische Beschattung folgt dem Sonnenstand und schliesst bei Bedarf die vertikalen Vorhänge in den Fensterzwischenräumen und leistet so ihren Beitrag zum optimalen Energieeinsatz und Wohlbefinden.

Hochkomplexes Netzwerk

Sämtliche Gewerke der Gebäudetechnik sind über ein separates technisches Netzwerk kommunikationstechnisch verbunden. Acht  VLANs wurden so aufgebaut, dass die Systemabgrenzung zwischen den einzelnen Gewerken und Unternehmungen gewährleistet ist. Die ARGE plante die passive Topologie, erarbeitete die Systemstruktur und lieferte und konfigurierte sämtliche Aktivkomponenten.


Für die Gebäudeautomation verbindet das Netzwerk 85 Steuerungen mit mehr als 20‘000 Hardware-Datenpunkten, 300 M-BUS-Zähler sowie 4000 KNX-Teilnehmer mit der Managementebene (ca.  400‘000 Datenpunkte).


Bühler+Scherler AG und Scherler AG Basel konnte das Projekt per Ende Mai 2013 erfolgreich dem Bauherrn übergeben. Wir bedanken uns für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit.


Bewertung Ø:
   
Meine Bewertung:

Fragen und Kommentare (0)