Flachdraht für Hochleistungsfedern

Flachdraht für Hochleistungsfedern
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23.12.2014 | Heutige technische Anforderungen verlangen immer häufi­ger Federn mit kompakter Bauform bei gleichzeitig hoher Federkraft. Zudem sind, auf Grund von hoch auto­matisier­ten Fertigungsprozessen, vielfach enge Masstole­ranzen gefordert – ob im Automobilbereich, in der Fein­mechanik oder Medizintechnik, im Textilmaschinenbau oder auch bei elektrischer Verbindungstechnik.

Für solche Anwendungen wird häufig Edelstahl-Feder­flach­draht eingesetzt – sowohl klassische Werkstoffe, wie die AISI-Serien 300 und 400 ebenso wie spezielle Legierun­gen. Spezialisierte Lieferanten sind darüber hinaus häufig in der Lage, alle kaltverformbaren Werkstoffe als Flachdraht an­zubieten, deren Beschaffung möglich ist.

Flachdraht ist in industriellen Mengen ab Breiten von etwa 0.100 mm verfügbar, bei Breiten-Toleranzen von ±0.005 mm. Dicken sind ab etwa 0.02 mm (20 Mikron) und Tole­ranzen von unter ±0.001 erhältlich. Einige wenige Spezialis­ten der Branche erzielen Breiten-Dicken-Verhältnisse von bis zu 1:50, ja sogar bis zu 1:70, während das Gros der An­bieter im Bereich von 1:2 bis 1:10 arbeiten.

Abhängig von den geforderten Anwendungen kann ein solcher Flachdraht mit

  • Naturkanten,
  • Arrondierten Kanten,
  • Angewalzten Kanten sowie
  • Definierten Radien

geliefert werden.

Naturkanten stellen eine ökonomische Lösung dar, die hauptsächlich bei niedrigen bis mittleren Breiten-Dicken-Verhältnissen Einsatz finden. – Arrondierte Kanten, d.h. Kanten, die nach dem Kaltwalzen einen Schälprozess durchlaufen, bieten eine noch engere und regelmässigere Breitentoleranz, insbesondere für hochwertige Produkte bei engsten Biegeradien. – Angewalzte Kanten werden durch ein vertikales Walzenpaar erzeugt und erlauben, ähnlich wie arrondierte Kanten, engere Breitentoleranzen. – Definierte  Radien ermöglichen, enge kundenspezifische Forderungen zu realisieren.

Im Vergleich zu Bandstahl bietet kaltgewalzter Flachdraht den Vorteil von sehr grossen Aderlängen ohne Schweiss­stellen (bis 500 kg pro Spule) sowie eine homogene Ver­teilung der Festigkeit über den gesamten Querschnitt.

Darüber hinaus ist für eine stabile Beschaffungssituation auch ein breit aufgestellter Maschinenpark beim Liefe­ranten hilfreich, der sowohl Kleinstmengen für Validie­rungszwecke, wie auch grössere Jahreskontrakte mit bedarfs­gerechten Teillieferungen sicher stellen kann – bei gleichzeitig exakt eingehaltenen Toleranzen.


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