Es werde Licht

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Die knapp 3 mm dünne Tastatur zeigt eindrücklich die vielfältigen Varianten dieser Technik
26.09.2015 | LED-Technik, kombiniert mit einem ausgeklügelten Aufbau, erlaubt die Realisierung von beleuchteten Folientastaturen, welche nur geringfügig dicker als die verbreitete EL-Beleuchtung sind. Eine lange Lebensdauer, grosse Helligkeit sowie die Einzeltasten-ansteuerung eröffnen der Folientastatur damit völlig neue Anwendungsgebiete.

Eine gängige Methode zur Beleuchtung von Folientastaturen ist die Verwendung von EL-Folien. Durch die flache Bauweise, den geringen Strombedarf sowie eine sehr homogene Lichtabstrahlung ist die EL-Folie grundsätzlich prädestiniert für diesen Zweck. Andererseits setzen die relativ geringe Lebensdauer – je nach Ansteuerspannung beträgt die Halbwertszeit <10 000 h –, eine eher mässige Helligkeit sowie die Notwendigkeit einer speziellen Ansteuerspannung (110 VAC, 400 Hz) dieser Technik auch enge Grenzen.

Neue Methode vereint Vorteile der LED- und EL-Technik

Eine häufig eingesetzte Alternative sind Kurzhubtaster mit beleuchteten LED-Kappen. Allerdings erfordert diese Lösung einen aufwendigen und platzintensiven Aufbau, bestehend aus einer Leiterplatte mit Tastern sowie einem, in genau definiertem Abstand montierten Träger für die Frontfolie. Nebst dem hohen Preis stellt bei dieser Methode insbesondere die für eine einwandfreie Funktion erforderliche Präzision bei der Montage von Frontplatte mit Leiterplatte eine Herausforderung dar.


Die von Hoffmann + Krippner verwendete neue Methode vereint die Vorteile der beiden bisherigen Technologien. So wird ebenfalls die LED-Technik eingesetzt, die aber dank einem ausgeklügelten Aufbau mit Side-LED und Streuscheiben nur geringfügig mehr Platz benötigt als die EL-Folie. Damit lässt sich eine Tastatur aufbauen, welche bei weniger als 3 mm Dicke eine langlebige, helle und homogene Tastenbeleuchtung gestattet. Eine optionale Lichtabschottung zwischen den einzelnen Tasten erlaubt sogar die separate Beleuchtung jeder einzelnen Taste.


Der Einsatz von Bi-Color- oder RGB-LED erlaubt ausserdem eine fast unbegrenzte Farbauswahl. Da der Aufbau zwingend auf einer Leiterplatte erfolgen muss, kann deren unbenutzte Rückseite zur Bestückung von Vorwiderständen und Treiber-IC oder sogar der gesamten kundenspezifischen Schaltungselektronik verwendet werden.

Methode eröffnet neue Anwendungsgebiete

Die Vorzüge dieser neuen Technik eröffnen der Folientastatur völlig neue Anwendungsgebiete. Eine zusätzliche Veredelung der Designfolie durch Prägen oder Aufbringen eines GT-Doms ist selbstverständlich weiterhin realisierbar. Auch die Kombination mit resistiven oder kapazitiven Touchscreens ist machbar. So lässt sich eine Touchbedienung mit optisch und haptisch wahrnehmbaren Tasten ergänzen. Wird die Frontfolie dabei vollflächig über das Display laminiert, entstehen dabei weder Schmutzkanten noch Nachteile in Bezug auf die IP-Schutzklasse.


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