Ein Consumer-PC ist kein Industrie-PC

Ein Consumer-PC ist kein Industrie-PC
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Syslogic IPc, Compact Box PC, Embedded PC, Display www.syslogic.ch
17.12.2010 | Äpfel nicht mit Birnen vergleichen! Beide zählen zum Kernobst, haben eine ähnliche Form und schmecken auch ähnlich. Wer sich die mahnenden Worte des Mathematiklehrers, «Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen», verinnerlicht hat, ist auf dem richtigen Weg, die wesentlichen Unterschiede zwischen IPC und PC zu verstehen.

Was also ist überhaupt ein Industrie-PC, kurz IPC?
Die folgende Definition trifft es ziemlich gut: Ein IPC ist ein PC, der in der Industrie zum Einsatz kommt und den dort spezifischen Ansprüchen gerecht wird. Ein besonderes Merkmal der PC-Branche ist, dass die Konsumgütermärkte diese Technologie wesentlich beeinflussen und vorwärtstreiben. Darum sind die PC-Komponenten in ihrem grundsätzlichen Design den Bedürfnissen des Consumer-Markts angepasst und nicht den Anforderungen der Industrie. Damit die IPC genau den industriellen Bedürfnissen bestmöglich Rechnung tragen, hat sich die Firma Syslogic auf die Entwicklung und Produktion von IPC spezialisiert.

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Raue Umgebungsbedingungen
In den industriellen Umgebungen müssen die elektronischen Bauteile primär äusseren Einflüssen wie extremen Temperaturen von –40 bis +85°C, hoher Feuchtigkeit, Staub und Dreck standhalten. IPC können aber auch starken mechanischen Erschütterungen und Vibrationen ausgesetzt sein. Spezielle Gehäuse mit unterschiedlichen IP-Schutzarten und Rechner ohne bewegliche Teile mit passiver Kühlung meistern diese Herausforderungen. Damit Daten bei einer Erschütterung nicht beschädigt werden, haben die Rechner integrierte, extrem robuste Solid-State-Disks oder Compact-Flash-Karten, die in Qualifikationsmessungen Belastungen von bis zu 1000 g standhalten müssen. Zum Vergleich: in einem Kampfflugzeug liegen die Belastungen bei ungefähr 10 bis 15 g.

Zuverlässigkeit
Von einem IPC erwartet man, dass dieser zuverlässig läuft und das im 24/7-Betrieb während mindestens 10 bis 20 Jahren. Auf 10 Jahre gibt das eine Laufzeit von 87 600 Stunden. Ein normaler Consumer-PC, der jeden Tag 3 Stunden läuft, kommt im selben Zeitraum auf 10 950 Stunden. Darum muss man unbedingt darauf achten, dass die Komponenten diese hohe Stundenzahl funktionell erfüllen. Für den seltenen Fall eines Bauteilausfalls, kann Syslogic dank einem umfangreichen Lagerbestand an langzeitverfügbaren IPC und Ersatzteilen weiterhelfen.

Identität und Langzeitverfügbarkeit der Komponenten
Ein IPC muss innerhalb eines Auftrags immer identisch sein, da der Kunde ihn meistens für die gleiche Anwendung einsetzt. Tatsache ist, dass man die Software oftmals auf die IPC-Hardwareplattform anpassen muss. Nicht auszudenken wäre der Fall, wenn man für jeden einzelnen IPC die Software anpassen müsste. Richtig! Dieser Aufwand wäre wirtschaftlich nicht vertretbar. Durch die Qualitätssicherung und ein funktionierendes EOL Management (End of Life) ist sichergestellt, dass genau dieser Fall nicht eintritt.

Formfaktor des Gehäuses
Oftmals steht dem Kunden nur begrenzt Platz für den Einbau oder die Montage des IPCs zur Verfügung. Darum wird in vielen Fällen die gesamte Elektronik auf kleinstem Raum untergebracht. Syslogic stellt schon seit über 20 Jahren individuelle Lösungen her, die mit unterschiedlichen Montage-Sets den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechen.

Betriebssysteme
Diese IPC sind kompatibel für die verbreitesten Betriebssysteme, wie Microsoft Windows CE, Windows Embedded Standard oder Linux. Der Vorteil dabei ist, dass man auf eine breit abgestützte Produktpalette von Softwarelösungen und Entwicklungswerkzeugen zurückgreifen kann. Das Betriebssystem Windows Embedded Standard ist vollständig modular aufgebaut und enthält bekannte Module aus dem Consumer-Bereich wie beispielsweise Windows Media Player und Windows Internet Explorer. Windows Embedded Standard ist eine komprimierte Version von Windows XP und benötigt dadurch viel weniger Speicherplatz als dieses. Weiter lässt es sich leicht den spezifischen Anforderungen anpassen und es ist machbar, selbst entwickelte Software in ein Modul einzubauen.

Investitionen
Ein IPC ist in Kleinserien etwas teurer als ein normaler PC. Der Preis ist aber auch abhängig von den kundenspezifischen Wünschen. Die Investition ist daher zu Beginn etwas grösser als bei normalen Consumer-PC. Im industriellen Umfeld lohnt sich diese Investition aber in den meisten Fällen. Durch die Langzeitverfügbarkeit für funktionsgleiche Systeme, die bis zu 20 Jahre beträgt, ist bei diesen IPC sichergestellt, dass sich der Wartungsaufwand auf ein Minimum reduzieren lässt. So kann man Kosten senken und es sind keine aufwendigen neuen Requalifikationen durchzuführen.

Infoservice:

Syslogic Datentechnik AG
Täfernstrasse 28, 5405 Baden-Dättwil
Tel. 056 200 90 40, Fax 056 200 90 50
info@syslogic.ch, www.syslogic.ch

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