Druckluftzentrale mit integrierter
Stickstofferzeugung von Atlas Copco

Druckluftzentrale mit integrierter Stickstofferzeugung von Atlas Copco
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28.06.2011 | Weinproduzent Robert Gilliard in Sion: Ständiges Streben nach Spitzenleistungen.

Die Tradition des Hauses Robert Gilliard in Sion begann im 19. Jahrhundert mit dem heute berühmten Dôle des Monts . Die Kompetenz dieser Firma reicht von der Rebe bis hin zur Abfüllung des Weines. Wenn man auf Weine hoher Qualität setzt, muss man diese Qualität in jedem Produktionsstadium sicherstellen können. Um diese Anforderung zu erfüllen, vertraut die Geschäftsleitung des Hauses Gilliard auf Atlas Copco. Die Firma Gilliard hat ihre Produktionsstätte mit zwei drehzahlgeregelten Kompressoren ausgestattet, die an einen Stickstoffgenerator, Typ NG 10 gekoppelt sind. Dank dieses Systems benötigt die Firma Gilliard keinen Stickstoff in Flaschen mehr. Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der Hand: Das Haus Gilliard spart nicht nur Zeit und Geld, sondern auch viel Energie.

Warum Stickstoff?

Rebbau, Lese und Kelterung: Die arbeitsintensive Weinherstellung endet mit der Abfüllung , die mithilfe von Druckluft und Stickstoff erfolgt. Es ist leicht zu verstehen, dass Druckluft erforderlich ist, um verschiedene Maschinen zu betreiben. Druckluft wird insbesondere für zahlreiche Ventile benötigt, weil man es hier mit einer Flüssigkeit zu tun hat. Aber die Verwendung von Stickstoff scheint weniger naheliegend zu sein, zumindest für Laien … Bei der Weinherstellung wird Stickstoff zu zwei Zwecken eingesetzt. Einerseits verdrängt er den Sauerstoff, der in leeren Flaschen enthalten ist, und andererseits dient er dazu, dem Wein vor dem Verschliessen der Flaschen Kohlensäure zu entziehen.

Früher kaufte die Geschäftsleitung des Hauses Gilliard Stickstoff in Flaschen, um ihren Produktionsbedarf zu decken. Indem das Weinbauunternehmen Gilliard den Stickstoffgenerator NG in Verbindung mit einem Kompressor , statt Stickstoff aus Flaschen verwendet, spart es nicht nur Zeit und Geld, sondern auch viel Energie. „Wir schätzen, dass wir jährlich etwa Fr. 10'000.- allein an Energiekosten einsparen“ , sagt der Önologe Hansueli Pfenninger. „Und ausserdem entfällt der ganze Verwaltungsaufwand von der Bestellung bis zur Lagerung der Stickstoffflaschen.“

Druckluft fast überall

Druckluft wird insbesondere zur Abfüllung, zur Flaschenkapselung und zur Etikettierung verwendet. „Tatsächlich gibt es von der Depalettiermaschine bis hin zur Etikettiermaschine bei uns keine Maschine, die ohne Druckluft läuft“, sagt Roland Crittin, technischer Leiter bei Gilliard. Aber Druckluft ist vor allem unentbehrlich zum Betreiben der grossen 10’000-Liter-Keltern. „Für diese grossen Mengen ist enorm viel Leistung erforderlich. Wir haben unseren alten Kompressor kurz vor der Lese 2010 ausgetauscht. Dank der neuen Druckluftanlage von Atlas Copco erzielen wir eine Zeiteinsparung von rund 20%. “ Man sieht, dass der Druckluftbedarf bei der Weinherstellung sehr unterschiedlich ist. Die drehzahlgeregelten Kompressoren von Atlas Copco sind folglich bestens geeignet, um den Bedarf des Hauses Gilliard zu decken.


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50 Hektar Weinberge in Terrassenform

Wenn man einen Beweis für die Liebe sucht, die Menschen dem Wein entgegenbringen, wird man bei den Weinbergen des Hauses Gilliard fündig, die in einem 50 Hektar grossen Gelände in Terrassenform angelegt sind. Diese Weinberge erstrecken sich in der Mitte des Hanges am rechten Ufer der Rhône zwischen der Sionne und der Lienne in einer Höhe zwischen 550 und 680 m über dem Meeresspiegel. Das Rebbaugelände des Hauses Gilliard besteht aus einem Mosaik von Terrassen an einem steilen Hang. Dieser Landschaftsanlage gebührt Respekt und Bewunderung. Die Trauben der vollständig gegen Süden exponierten Terrassen sind qualitativ äusserst hochwertig, aber die Terrassen erfordern manuelle Arbeit, durch die sich die Produktionskosten erhöhen. Der Transport der Trauben erfolgt per Hubschrauber. 

Die Installation

Die Druckluft wird mittels zwei Kompressoren mit variabler Drehzahl (Typ GA 15 VSD FF), integriertem Kältetrockner und Filtern erzeugt und aufbereitet. Der Stickstoff wird anschliessend via eines Stickstoffgenerators (Typ NG 10) erzeugt.

Die komplette Verrohrung bis hin zu jedem Verbraucher von Druckluft und Stickstoff wurde mit dem AIRnet Druckluft-Rohrsystem (ebenfalls von Atlas Copco) erstellt. Somit ist auch bei der Verteilung der beiden Medien für einen minimalen Druckabfall und eine maximale Energieeinsparung gesorgt. 

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