Der neue Trend in der
Landtechnik heisst Elektrifizierung

12.10.2011 | Die Elektrifizierung der Landtechnik ist kurz vor der Agritechnica 2011 in aller Munde. Im Alltag begegnen uns immer häufiger elektrifzierte Maschinen oder auch Möbel. So sind auch Hybridautos schon lange im Trend. Dieser Trend ist nun ebenfalls in der Landtechnikbranche zu sehen.

Die ersten Schritte zum elektrischen Schlepper sind getan, dies zeigen schon verschiedenste Prototypen. Der dieselelektrische Schlepper von Belarus oder der Schlepper mit Generator und Nebenaggregaten von John Deere, sowie verschiedene Anbaugerätehersteller wagen den Sprung in die Zukunft. Durch die immer weiter steigenden Energiekosten, sowie den strengeren Emissionsgrenzen müssen Alternativen zu den heutigen Maschinen geschaffen werden.

Spätestens 2014 wenn die Emissionsstufe Tier 4 in Kraft tritt, können die herkömmlichen Motoren in Traktoren und Erntemaschinen nicht mehr verbaut werden. In diesem Zusammenhang wird der elektrische Antrieb immer interessanter. Allein der Hybridmotor, d. h. ein Motor mit angeschlossenem Stromaggregat ist viel energieeffizienter einsetzbar als der normale Dieselmotor. Das Stromaggregat liefert Strom für alle wichtigen Nebenaggregate, zum Beispiel für Klimaanlage, Lüfter, Zapfwelle oder Radnabenmotoren. Ist der Schritt in Richtung Zukunft erst einmal getan, stehen viele Möglichkeiten bereit. Die elektrifizierte Zugmaschine liefert an alle Anbaugeräte Strom, somit können weitere elektrische Antriebe einfach angesteuert werden. Die Vorteile der Elektrik liegen auf der Hand. Die elektrischen Antriebe haben einen hohen Wirkungsgrad und sie lassen sich sehr gut regeln, was präziseres Arbeiten weiter voran treibt. Vor allem in der Sä-Düngetechnik ist das präzise Arbeiten wichtig, da mit wenig Input der grösstmögliche Ertrag erzielt werden soll. Das Saatgut, der Mineralstoffdünger und auch die Pflanzenschutzmittel werden immer teurer. Da die elektrischen Anbaugeräte sich sehr präzise steuern und einstellen lassen, kann so die Menge an Saatgut, Dünger oder Pflanzenschutzmittel auf eine optimale Menge begrenzt werden.

Wird die Vision der elektrifizierten Zugmaschine umgesetzt, steht Strom unabhängig von Batterie und Lichtmaschine zur Verfügung. Getriebe- und Hydraulik öl, Ölleitungen bzw. Ölschläuche werden nicht mehr benötigt, da die einzige Kopplung zwischen Zugmaschine und Arbeitsgerät eine elektrische Verbindung ist. Durch ein Terminal in der Kabine kann jeder einzelne Antrieb unabhängig reguliert und gesteuert werden, Messdaten und Fehler können leicht abgelesen und ausgewertet werden, Prozesse werden optimiert und somit die Input-Kosten gesenkt. So stehen die elektrifizierten Landmaschinen nicht nur für energieeffizientes und ökologisches Arbeiten, sondern auch für Komfort und Präzision. Welches in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

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