Revolution bei Handhabung und Montage

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Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und
Kollaboration revolutionieren Handhabung und Montage

Revolution bei Handhabung und Montage
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Bei der Montage von Elektronikkomponenten ermöglichen SCHUNK Co-act Greifer ein sicheres Zusammenspiel von Mensch und Roboter.
Archiv | 17.04.2019 | Menschen interagieren spielerisch mit Robotern, lassen Objekte mit beliebigen Geometrien wie selbstverständlich vom Leichtbauroboter greifen und vertrauen darauf, dass ihre eigene Hand nicht zu Schaden kommt, wenn der Robbi kraftvoll zupackt. Was vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war, wurde am Stand des Greifsystem- und Spanntechnikspezialisten SCHUNK auf der Hannover Messe Realität.

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Kollaboration werden die industrielle Handhabung und Montage in den kommenden Jahren revolutionieren“, ist der geschäftsführende Gesellschafter und CEO, Henrik A. Schunk, überzeugt. „Auf der Hannover Messe wurde deutlich, welche herausragende Bedeutung Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz im globalen Kontext haben und wie hoch das Entwicklungstempo ist“, betont Schunk zum Abschluss der Weltleitmesse der Industrie.

 

Ministerpräsident Kretschmann fordert Kreativität und Mut

 

Konsequent richtet sich das weltweit agierende Familienunternehmen auf die digitale Zukunft aus. Vom gefragten Lieferanten mechanischer Spannmittel und Greifsysteme entwickelte sich die 3.400 Mitarbeitende starke Technologieschmiede zum Trendsetter der smarten Produktion. Ministerpräsident Winfried Kretschmann war bei seinem Besuch am Stand von SCHUNK sichtlich begeistert: „Ich freue mich, dass mit SCHUNK ein baden-württembergisches Unternehmen auf der Hannover Messe vertreten ist, zu dessen DNA Wertebewusstsein und Pioniergeist gleichermaßen gehören. In Zeiten, in welchen die Digitalisierung uns vor tiefgreifende Umwälzungen stellt, brauchen wir kreative Unternehmer, die mutig neue Wege gehen“, unterstreicht Kretschmann und betont: „Dass sich SCHUNK als familiengeführter Global Player an der Schnittstelle von Mensch und Roboter seit Jahrzehnten erfolgreich behauptet, macht mich außerordentlich stolz.

 

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Intelligent Greifen: SCHUNK-Markenbotschafter Jens Lehmann testete, welche Möglichkeiten im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Handhabung stecken.

Schlüsselthema Mensch-Roboter-Kollaboration

 

Innerhalb kürzester Zeit hat SCHUNK ein DGUV-zertifiziertes Katalogprogramm kollaborativer Kleinteilegreifer aufgelegt, das mittlerweile mit fast allen am Markt verfügbaren Cobots kombiniert werden kann. Bis Ende des Jahres kommt mit dem SCHUNK Co-act EGL-C ein kraftvoller Greifer hinzu, der das bislang in der Mensch-Roboter-Kollaboration geltende Greifkraftlimit von 140 N mithilfe einer intelligenten, sicheren Greifprozedur sprengt und erstmals Werkstückgewichte bis 2,25 kg handhaben kann. In Summe gewährleistet der Co-act EGL-C mit über sechs Sicherheitsfunktionen in einem Paket das sichere Greifen – so viel wie kein anderer Kataloggreifer am Markt. Vor allem unter ergonomischen Gesichtspunkten eröffnen sich damit neue Spielräume für den industriellen Einsatz von Cobots, was insbesondere für die Automobilindustrie und deren Zulieferer interessant ist.

 

Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung

 

Gemeinsam mit Partnern arbeitet SCHUNK zudem intensiv an Greiflösungen, die Robotern ein autonomes Greifen ermöglichen. Grundlage ist ein enges Zusammenspiel von Bildverarbeitung, Greifplanung, Roboter, Greifer und Safety. Statt umständlich jede Bewegung zu programmieren, sollen Roboter künftig in der Lage sein, Gegenstände selbständig zu erkennen, zu prüfen und autonom im Umfeld des Menschen zu handhaben. Entsprechende Technologiestudien, wie das autonome Greifen mit der SCHUNK SVH 5-Fingerhand oder ein kollaborativer, selbstoptimierender Griff in die Kiste, der in Zusammenarbeit mit Roboception und KUKA realisiert wurde, konnten die Messebesucher live testen. Zudem hat SCHUNK auf der Hannover Messe eine Kooperation mit AnotherBrain bekannt gegeben, einem der weltweit führenden Spezialisten für Künstliche Intelligenz. Gemeinsam will man intelligente Greifsystemlösungen entwickeln, die autonom agieren können, ohne dass eine manuelle Programmierung erforderlich ist. „Die Zusammenarbeit von SCHUNK mit AnotherBrain wird den Fortschritt beim autonomen Handling enorm beschleunigen“, ist Henrik. A. Schunk überzeugt. Überhaupt zeichne sich aus seiner Sicht ab, dass Unternehmen angesichts der Herausforderungen der smarten Produktion weitaus stärker zusammenarbeiten als es in der Vergangenheit der Fall war. „Smarte Prozesse erfordern eine enge Abstimmung aller beteiligten Disziplinen, auch das wurde auf der Hannover Messe deutlich“, betont Schunk. „Davon profitieren zu allererst Anwender, Integratoren und Anlagenbauer: Sie erhalten künftig immer mehr intelligente Lösungen aus einer Hand.


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