Maschinenbauer können ihre bestehenden PROFINET-Projekte, Engineering-Tools und Diagnosefunktionen weiterverwenden. Die physikalische Verkabelung ändert sich, nicht aber die Anwendung.
Der Schlüssel dazu liegt in einem präzise abgestimmten Normenwerk, das von der International Electrotechnical Commission (IEC) und zahlreichen Industriekonsortien erarbeitet wurde:
- IEC TS 63444 definiert die grundlegenden Anforderungen für SPE-Systeme und schafft eine gemeinsame Basis für unterschiedliche Industrial-Ethernet-Protokolle.
- IEC 63171-7 Ed. 2 standardisiert industrielle SPE-Steckverbinder (M8/M12/IP20) und gewährleistet die Plug-and-Play-Kompatibilität zwischen den Herstellern.
- IEC 61158-2-100 definiert die physikalische Schicht für PROFINET über SPE und Ethernet-APL; diese unterstützt 10BASE-T1L und 100BASE-T1L, die Datenübertragung und Stromversorgung über dieselbe Leitung sowie Reichweiten bis ca. 1000 Meter.
Ihre Vorteile:
- Offene, internationale Standards schaffen Investitionssicherheit
- Weltweit identische Technologie für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber
- Bestehende PROFINET-Anwendungen können weiter genutzt werden
Zukünftige Erweiterungen sollen höhere Datenraten, grössere Übertragungsdistanzen, zusätzliche Sicherheitsprofile und die Integration des Time-Sensitive Networking (TSN) umfassen.