Beide Sensoren sind direkt in die Werkzeugaufnahme der Servopresse integriert – dort wo die Fügekraft wirkt. Die neuen Fügemodule sind im Vergleich zu ihren Vorgängern schlanker, schneller und optimal auf künftige Funktionserweiterungen wie Predictive Maintenance ausgelegt. Die elektromechanischen NC-Fügemodule sind standardmäßig auch in einer abgewinkelten Form für beengte Bauräume erhältlich.


Das Portfolio der elektromechanischen Fügesysteme von Kistler.
Es ist ein Grundsatz in der Messtechnik: Je näher am Ort des Geschehens gemessen wird, desto genauer sind die Ergebnisse. Das gilt auch für Fügesysteme, deren Sensoren überprüfen, ob das System die korrekte Kraft aufbringt. Dank Telemetrie ist bei den neuen elektromechanischen Fügemodulen der Baureihe NCFx Pro von Kistler der Kraftsensor nun jeweils frontseitig in der Werkzeugaufnahme, genauer am Stößel, integriert – also dort, wo die Fügekraft erbracht wird. Die Übertragung vom Sensor zur Elektronik im Fügemodulgehäuse erfolgt rein digital. Über eine EtherCAT-Schnittstelle werden die Daten an das Prozessüberwachungssystem maXYmos NC übertragen. Diese digitale Kommunikation bietet mehrere Vorteile: Sie ist weniger störanfällig, bietet umfangreiche Diagnosemöglichkeiten und erlaubt den direkten Zugriff auf zusätzliche Sensordaten, wie etwa die der verbauten Temperatursensoren. Zudem hat die Kabellänge keinen Einfluss mehr auf die Messgenauigkeit, die Systemstabilität wird weiter erhöht und Fehlerquellen minimiert.
Durch die neue Sensorposition und die digitale Datenübertragung erreichen die energieeffizienten Servopressen ein neues Präzisionslevel für Anwendungen in der Elektronikindustrie, Medizintechnik und der Automobilindustrie. „Insbesondere bei der Montage von Lenkung, Fahrwerk, Achsmontagen und anderen sicherheitsrelevanten Bauteilen ist Präzision und Zuverlässigkeit eine Kernanforderung unserer Kunden. Hier bietet die neue Produktfamilie entscheidende Vorteile“, berichtet Alexander Müller, der bei Kistler die Verantwortung für diese Fügesysteme trägt.