PMI: Wachstum vom Diensteistungssektor getragen

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Rückläufige Produktion und dünnere Auftragsbücher

PMI: Wachstum vom Diensteistungssektor getragen
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Archiv | 08.06.2019 | Im Mai lag der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) auf einem Stand von 48.6 Zählern und damit zwar marginal über dem Stand des Vormonats (0.1 Punkte), aber den zweiten Monat indFolge leicht unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Die Produktion der hiesigen Industrie nimmt bereits seit drei Monaten ab, wenn auch nur leicht: Die entsprechende Subkomponente kletterte im Mai sogar wieder etwas näher zur Wachstumsschwelle und notierte auf 48.8 Zählern. Marginal verbessert hat sich im Mai gegenüber dem April die Auftragslage, auch wenn der Auftragsbestand selber den dritten Monat in Folge geringer war als im entsprechenden Vormonat. Darauf lässt zumindest der Anstieg der Subkomponente «Auftragsbestand» um 0.7 Punkte auf 46.6 Zähler schliessen. Praktisch nicht verändert haben sich die Lieferfristen: Die entsprechende Subkomponente verharrte unterhalb der Wachstumsschwelle auf 48.6 Zählern – was eine marginale Unterauslasung der bestehenden Kapazitäten signalisiert.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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