Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) legte im März um 5,9 Punkte auf 53,3 zu und notiert erstmals seit Dezember 2022 wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In den USA und in der Eurozone waren die Industrie-PMIs in den letzten beiden Monaten ebenfalls von einer positiveren Dynamik geprägt, die sich laut dem Flash PMI für die Eurozone auch im März fortsetzen dürfte. Die Verbesserung im Schweizer PMI ist unter anderem auf gestiegene Lieferfristen zurückzuführen, die üblicherweise eine höhere Nachfrage widerspiegeln und daher positiv in den Indikator einfliessen. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten dürften die längeren Lieferfristen jedoch eher durch Störungen in den Lieferketten bedingt sein. Würde man den Gesamtindikator ohne die Lieferfristen berechnen, also ausschliesslich anhand der übrigen vier Subkomponenten, läge er zwar leicht tiefer, aber mit 51,5 Punkten immer noch über der Wachstumsschwelle.Konzept des PMI
Über 430 Einkaufsmanager liefern mit monatlichen Angaben die Basis zum Index: anhand eines standardisierten Online-Fragebogens, anonym und mittels qualitativer Einschätzung. Sie geben lediglich an, ob das Aktivitätsniveau verschiedener Kennzahlen höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Das Economic-Research-Team der UBS Switzerland AG analysiert und kommentiert anschliessend die aggregierten Antworten.