PMI: Trotz dynamischer Erholung
weiterhin angespannte Arbeitsmarklage

PMI: Trotz dynamischer Erholung weiterhin angespannte Arbeitsmarklage
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Archiv | 03.10.2020 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) für die Industrie und jener für den Dienstleistungssektor haben im September deutlich in der Wachstumszone gelegen, was eine breiter abgestützte Erholung iderspiegelt. Zudem stimmt die insgesamt erfreuliche Auftragslage optimistisch für die kommenden Monate. Der Personalabbau hat sich zumindest etwas verlangsamt, und die Nutzung der Kurzarbeit hat im Dienstleistungssektor weiter abgenommen. Die Arbeitsmarktlage bleibt aber angespannt, was auf der weiteren Erholung der Wirtschaft hierzulande lasten dürfte.

Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) für die Industrie ist im September oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten weiter nach oben geklettert. Korrekt gerundet hat der Index um 1.2 Punkte zugelegt. Mit 53.1 Zählern liegt er nun auf dem höchsten Stand seit Februar 2019.

 

Gute Auftragslage und überraschend starke Nachfrage Bereits den dritten Monat in Folge nimmt die Produktion zu – die entsprechende Subkomponente notiert mit 56.4 Zählern abermals deutlich in der Wachstumszone. Gleichzeitig hat sich auch die Auftragslage erneut verbessert. Die Subkomponente «Auftragsbestand» ist um 0.8 Punkte nach oben geklettert auf 54.5 Zähler – der höchste Stand seit November 2018. Diese solide Auftragslage lässt Produktionssteigerungen in den kommenden Monaten erwarten. Zudem hat der Lagerbestand an Fertigprodukten trotz reger Produktion abgenommen, was ein Zeichen dafür ist, dass die Nachfrage stärker gewesen ist als angenommen.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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