PMI: Stösst an Kapazitätsgrenze

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Sämtliche Subkomponenten in der Wachstumszone

PMI: Stösst an Kapazitätsgrenze
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Archiv | 05.05.2018 | Im April notierte der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) auf einem Stand von 63.6 Zählern und damit deutlich über dem Wert des Vormonats (+3.3 Indexpunkte). Der markante Taucher im Vormonat (–5.2 Zähler) konnte offenbar zumindest teilweise rückgängig gemacht werden. Der PMI liegt weiterhin weit in der Wachstumszone, die bei 50 Punkten beginnt. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Schweizer Industrie trotz aller Schlagzeilen und Sorgen bezüglich Zoll- und Handelsstreitigkeiten weiterhin mit hoher Schlagzahl unterwegs ist.

Der Anstieg des PMIs ist demjenigen sämtlicher Subkomponenten zu verdanken. Am stärksten zulegen konnte die Subkomponente «Produktion», die 6.7 Punkte nach oben kletterte (auf den Stand von 65.7 Zählern). Diese Subkomponente weist im Monatsvergleich teilweise starke Schwankungen auf, so sank sie im Vormonat um 8 Punkte. In der Tendenz zeigt sich aber ein klares Bild einer äusserst regen Produktionstätigkeit. Ebenfalls erfreulich hoch notiert die Subkomponente «Auftragsbestand». Der Stand von 59.6 Punkten weist auf eine im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich gute Auftragslage hin.

Konzept des PMI

Der schweizerische PMI existiert seit Januar 1995. Er ist ein Gemeinschaftswerk der CREDIT SUISSE und procure.ch. Das Konzept des PMI ist denkbar einfach und wird in den USA mit Erfolg seit über 50 Jahren angewandt. Jeden Monat werden über 200 Einkaufsmanager von Schweizer Industrieunternehmen (Produktion) über deren Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat befragt. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager müssen einschätzen, ob das Aktivitätsniveau «höher», «gleich» oder «tiefer» liegt als im vorhergehenden Monat.


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