PMI: Solider Jahresstart trotz zweiter Coronawelle

PMI: Solider Jahresstart trotz zweiter Coronawelle
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Archiv | 09.01.2021 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) für die Industrie zeigt, dass die Erholung der Schweizer Industrie zum Jahresbeginn 2021 trotz der zweiten Coronawelle andauert. Die hohe Exportabhängigkeit und die solide Situation insbesondere in Asien dürften sich als Vorteil erweisen. Der mehr auf den Binnenkonsum ausgerichtete Dienstleistungssektor wird zwar ausgebremst, ein eigentlicher Einbruch wie im Frühling ist bislang aber nicht feststellbar.

Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) für die Industrie ist im Dezember um 2.7 Punkte nach oben geklettert und liegt mit einem Wert von 58.0 Zählern deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit September 2018. Obwohl die zweite Coronawelle die Schweiz erfasst hat und wiederholt neue Massnahmen zu deren Eindämmung ergriffen worden sind, hat die Erholung der Industrie zum Jahreswechsel angedauert. Seit August liegt der Industrie-PMI mittlerweile ununterbrochen in der Wachstumszone, nachdem er in der ersten Welle deutlich darunter gerutscht war (der Tiefststand des Jahres 2020 wurde im April mit 40.7 Zählern verzeichnet).


Für die bessere Entwicklung als in der ersten Welle sind wohl zwei Gründe verantwortlich: Erstens funktionieren im Gegensatz zum Frühling heute die Lieferketten, und zweitens hat insbesondere Nordasien, namentlich China, aber auch Japan und Südkorea, die Pandemie im Griff. Von der Nachfrage aus Asien profitiert die Schweizer Industrie nicht nur direkt, sondern auch indirekt, beispielsweise als Zulieferer für die deutsche Automobilindustrie.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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