PMI: Sinkflug der Industrie gestoppt

PMI: Sinkflug der Industrie gestoppt
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09.11.2019 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) kletterte im Oktober um 4.9 Punkte nach oben und notierte mit 49.4 Zählern nur noch wenig unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zudem baute die Industrie sogar Stellen auf. Der PMI Dienstleistungen gab zwar wieder etwas nach, verharrte aber deutlich in der Wachstumszone.

Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) erreichte im Oktober den höchsten Stand seit sieben Monaten. Mit einem Stand von 49.4 Zähler notierte er zudem nur noch wenig unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Verantwortlich für den Indexanstieg um 4.9 Punkte (gerundet) gegenüber dem Vormonat waren sämtliche fünf Subkomponenten, welche in den Index einfliessen.

 

Produktionsrückgang und Auftragsschwund gestoppt
Am stärksten verbessert haben sich die Produktions- und die Auftragslage. Dank einem Anstieg um acht Punkte erreichte die Subkomponente «Auftragsbestand» beinahe die Wachstumsschwelle (49.2 Zähler), während «Produktion» diese dank einem Anstieg um 5.5 Punkte sogar überqueren konnte (50.4 Zähler). Noch im Juli lagen beide Subkomponenten auf Mehrjahrestiefständen. Gleichzeitig nahmen die Lieferfristen nicht mehr ganz so rasch ab wie in den Vormonaten und die Bestände der Vorproduktelager nahmen trotz weniger Zurückhaltung im Einkauf abermals ab – alles Zeichen für eine wieder bessere Kapazitätsauslastung.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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