PMI: Schweizer Industrie
kann Dynamik aufrechterhalten

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Reger Personalaufbau

PMI: Schweizer Industrie kann Dynamik aufrechterhalten
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Archiv | 09.03.2019 | Im Februar kletterte der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) um 1.1 Punkte nach oben und schloss auf 55.4 Zählern (vgl. Abb. 1). Damit notiert der PMI weiterhin klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und sogar leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten. Das Wachstum der Schweizer Industrie scheint demnach nach wie vor solide zu sein.

Der Blick auf die Subkomponenten stimmt verhalten zuversichtlich: So präsentiert sich die Auftragslage nach wie vor als gut, was weitere Produktionssteigerungen in den kommenden Monaten erwarten lässt. Die entsprechende Subkomponente ist sogar oberhalb der Wachstumsschwelle leicht angestiegen. Zudem nahmen im Februar die Lieferfristen beschleunigt zu, was ein Indiz für eine gute Kapazitätsauslastung ist. Die Unternehmen stellten denn auch verbreitet neues Personal ein. Die entsprechende Subkomponente kletterte ebenfalls nach oben und erreichte den höchsten Stand seit September 2018 (vgl. Abb. 2). Die nach wie vor gute Arbeitsmarktlage ist ein Spiegelbild sowohl einer gewissen Zuversicht der Unternehmen als auch einer soliden Grundlage für einen anhaltenden konjunkturellen Aufschwung in der Schweiz. Schliesslich ist die Arbeitsplatzsicherheit eine wichtige Determinante der Konsumentenstimmung. In der Februarumfrage waren hingegen die höheren Lagerbestände ein Wermutstropfen: Die Vorproduktlager nahmen trotz einer unveränderten Einkaufsmenge erneut zu, was auf eine unerwartet schwache Produktion hindeutet. Die Zunahme der Bestände der Verkaufslager wiederum deutet auf eine schwächer als erwartete Nachfrage hin.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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