PMI: Schweizer Industrie boomt wieder

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Positive Aussichten

PMI: Schweizer Industrie boomt wieder
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Archiv | 09.12.2017 | Im November stieg der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) um 3.2 Punkte und schloss auf einem Stand von 65.1 Zählern. Damit notierte er weit in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit Juli 2010 (vgl. Abb. 1). Ein derart hoher PMI-Wert wurde bisher nur in zwei Phasen verzeichnet, nämlich in der Reindustrialisierung (2005 – 2008) und im Erholungsboom (2010 – 2011). Selbst im Tech-Boom (1999 – 2000) lag der PMI unter dem derzeitigen Niveau.

Die Abschwächung des CHF und die robuste Konjunktur im Ausland wirken sich positiv auf die Schweizer Industrie aus, die ihre Wettbewerbsfähigkeit unter dem Druck der – zeitweise massiven – Überbewertung des CHF seit 2009 verbessert hat.


Gemäss unserer Einschätzung sollte sich die Ausgangslage für die Industrie weiter verbessern: Die gute Wirtschaftsdynamik in Europa sollten den EUR weiter stärken, obwohl die auf 2019 vertagte Anhebung des Leitzinses seitens der Europäischen Zentralbank das Aufwärtspotenzial des EUR nach wie vor begrenzt. Wir sehen EUR/CHF in drei Monaten bei 1.18 und über zwölf Monate bei 1.20.

Konzept des PMI

Der schweizerische PMI existiert seit Januar 1995. Er ist ein Gemeinschaftswerk der CREDIT SUISSE und procure.ch. Das Konzept des PMI ist denkbar einfach und wird in den USA mit Erfolg seit über 50 Jahren angewandt. Jeden Monat werden über 200 Einkaufsmanager von Schweizer Industrieunternehmen (Produktion) über deren Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat befragt. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager müssen einschätzen, ob das Aktivitätsniveau «höher», «gleich» oder «tiefer» liegt als im vorhergehenden Monat.


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