PMI: Schweizer Industrie beschleunigt sich weiter

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Der PMI Industrie ist im August abermals gestiegen und
liegt mittlerweile nahe seiner historischen Rekordstände

PMI: Schweizer Industrie beschleunigt sich weiter
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Archiv | 08.09.2018 | Im August notierte der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) auf einem Stand von 64.8 Zählern und damit deutlich über dem Wert des Vormonats (+2.9 Indexpunkte). Der PMI liegt nach wie vor weit in der Wachstumszone, die bei 50 Punkten beginnt, und nahe der Rekordstände der Jahreswende 2017/2018 sowie der Boomzeiten 2010 und 2006.

Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Schweizer Industrie trotz aller Schlagzeilen und Sorgen bezüglich Zoll- und Handelsstreitigkeiten und der jüngsten CHF-Aufwertung weiter mit hoher Schlagzahl unterwegs ist.

 

Subkomponenten unterstreichen das positive Bild
Die Aussichten für die Schweizer Industrie sind gut: Auch die Subkomponenten deuten auf anhaltenden Rückenwind hin. Am stärksten zulegen konnte die Subkomponente «Produktion», die 9 Punkte nach oben kletterte (auf den Stand von 70.8 Zählern). Diese Subkomponente weist im Monatsvergleich teilweise starke Schwankungen auf, so sank sie noch im Mai um 6.7 Punkte und stieg seither nur leicht an (vgl. Abb. 2). In der Tendenz zeigt sich aber ein klares Bild einer äusserst regen Produktionstätigkeit. Ebenfalls erfreulich hoch notiert die Subkomponente «Auftragsbestand». Der Stand von 67.6 Punkten weist auf eine im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich gute Auftragslage hin. Diese erfreuliche Entwicklung lässt auf eine dynamische Industrieproduktion in den nächsten Monaten hoffen. Ebenfalls positiv zu werten ist der – wenn auch nur leichte – Abbau der Lagerbestände an Fertigprodukten trotz grösserer Einkaufsmenge und reger Produktion. Eine solche Lagerentwicklung deutet auf eine rege Nachfrage hin.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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