Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Oktober um 1,4 Punkte auf 56,7 und lag damit bereits acht Monate in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Er deutet somit auf eine anhaltende Expansion im verarbeitenden Gewerbe in der Schweiz hin.
Produktion legt zu
Die Produktionskomponente stieg um 2,6 Punkte auf 58,5 und erreichte damit fast wieder den Wert von August. Höhere Werte waren letztmals in der Erholung nach der Covid-Krise zu beobachten. Die Beschäftigungskomponente gab leicht auf 48,2 nach und blieb unter der Schwelle von 50 Punkten. Die Erholung der Produktion schlägt damit noch nicht auf die Beschäftigung durch. Höher notierte die Komponente der Lieferfristen: Sie stieg im Oktober auf 67,4 und deutet damit weiterhin auf längere Lieferfristen und mögliche Lieferengpässe hin.
Bei den Lagerbeständen dürfte es im Oktober zu keinen grossen Bewegungen gekommen sein. Beide Komponenten notierten um die 50-Marke. Die Einkaufspreise dürften im Oktober erneut deutlich gestiegen sein; die entsprechende Komponente erhöhte sich von 70,0 auf 77,1. Gleichzeitig ging die Einkaufsmenge von 58,0 auf 54,4 zurück, blieb aber über der Wachstumsschwelle.
Konzept des PMI
Über 430 Einkaufsmanager liefern mit monatlichen Angaben die Basis zum Index: anhand eines standardisierten Online-Fragebogens, anonym und mittels qualitativer Einschätzung. Sie geben lediglich an, ob das Aktivitätsniveau verschiedener Kennzahlen höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Das Economic-Research-Team der UBS Switzerland AG analysiert und kommentiert anschliessend die aggregierten Antworten.