PMI: Krebsgang der Industrie dauert an

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Unveränderte Produktion,
weiterhin schwache Auftragslage

PMI: Krebsgang der Industrie dauert an
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Archiv | 07.12.2019 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) gab im November im Vergleich zum Vormonat um 0.6 Punkte nach (vgl. Abb. 1). Damit liegt der PMI weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, allerdings auch deutlich über seinen Tiefstständen vom Spätsommer dieses Jahres. Insgesamt mehren sich die Zeichen, dass sich die Industriekonjunktur stabilisiert.

Nahezu unverändert war im November im Vergleich zum Oktober das Produktionsvolumen – die entsprechende Subkomponente «Produktion» lag mit 49.5 Punkten im Berichtsmonat beinahe auf der Wachstumsschwelle. Unterhalb der Wachstumsschwelle weiter verringert hat sich demgegenüber der Auftragsbestand: Mit 47.1 notierte die Subkomponente «Auftragsbestand» um 2.1 Punkte unter dem Vormonatsstand – markante Produktionssteigerungen in den kommenden Monaten sind demnach nicht zu erwarten. Nach wie vor nehmen zudem die Lieferfristen ab, was auf eine gewisse Unterauslastung der Kapazitäten hindeutet.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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