PMI: Konjunktur kühlt sich weiter ab

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Geringerer Auftragsbestand

PMI: Konjunktur kühlt sich weiter ab
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03.08.2019 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) sank im Juli um 3.0 Punkte auf 44.7 Zähler. Weder während der Rezession in der Eurozone im Jahr 2012 noch infolge der deutlichen Aufwertung des CHF im Januar 2015 erreichte der Einkaufsmanagerindex derart niedrige Niveaus. Das letzte Mal war dies im Juli 2009 der Fall.

Der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe war im Juli weiter rückläufig, was auch im Rückgang der Subkomponente «Auftragsbestand» um 4.3 Punkte auf 39.2 Zähler und damit den niedrigsten Wert seit April 2009 zum Ausdruck kommt. Dieser Trend dürfte die Produktion in den kommenden Monaten belasten. Tatsächlich gab diese den fünften Monat in Folge nach, wie der Rückgang der Subkomponente auf 44.0 Punkte (–4.2 Punkte) belegt.

 

Hinweise auf geringe Nachfrage
Die meisten Subkomponenten deuten auf einen Rückgang der Nachfrage hin. Zum einen haben die Unternehmen ihre Einkäufe deutlich reduziert (die Subkomponente «Einkaufsmenge» rutschte auf 39.9 Zähler ab). Zum anderen sind die Lieferfristen den fünften Monat in Folge rückläufig. Darüber hinaus nahmen die Bestände an Fertigerzeugnissen zu – die entsprechende Subkomponente «Lager Verkauf» kletterte auf 55.0 Zähler.


Unternehmen zeigen sich weiter zuversichtlich
Trotz der schwachen Nachfrage bestehen derzeit keine Hinweise darauf, dass die Verlangsamung auch auf den Arbeitsmarkt übergreifen wird. Die Subkomponente «Beschäftigung» verharrt weiter im Expansionsbereich und legte sogar um 1.4 Punkte auf 52.7 Zähler zu (vgl. Abb. 2). Darin kommt die anhaltende Zuversicht der Unternehmen zum Ausdruck, was darauf hindeutet, dass die derzeitige Verlangsamung vorübergehender Natur sein könnte.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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