Der Dienstleistungs-PMI notiert im Januar ebenfalls 2,4 Punkte höher bei 53,8.
Im Vergleich zur Dezemberumfrage rechnen mehr der befragten Unternehmen mit einer Zunahmeprotektionistischer Massnahmen in den nächsten zwölf Monaten.
Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) notierte im Januar bei 48,8 Punkten – 2,4 Punkte höher als im Dezember. Der Indikator, der sich nun seit 37 Monaten unterhalb der 50-Punkte-Marke befindet, deutet damit auf eine anhaltend gedämpfte Industriekonjunktur hin.
Produktion stabilisiert sich
Die Produktionskomponente stieg im Januar von 47,2 auf 50,8 Punkte und überschritt damit zum ersten Mal seit August des letzten Jahres die Wachstumsschwelle. Ebenfalls verbessert hatte sich die Komponente des Auftragsbestands, die um 6,1 auf 47,7 Punkte zulegte. Dennoch dürfte sich der Abbau der Auftragsbestände im Januar fortgesetzt haben. Die Beschäftigungskomponente verharrte bei 46,9 Punkten, was auf eine angespannte Beschäftigungssituation in der Industrie hindeutet.
Die Einkaufsmenge entwickelte sich im Januar weiterhin rückläufig – bei gleichzeitig steigenden Preisen im Einkauf. Die entsprechenden Komponenten notierten bei 43,1 beziehungsweise 51,5 Punkten. Preiserhöhungen waren insbesondere bei elektronischen Komponenten und Industriemetallen zu verzeichnen. Der Abbau der Lagerbestände setzte sich im Januar fort: Im Verkauf liegt die Komponente seit September 2024 unterhalb der 50-Punkte-Marke, im Einkauf gar seit Juni 2023. Die Lieferfristenkomponente ging zwar um 2,6 auf 53,9 Punkte zurück, widerspiegelt aber dennoch eine Zunahme der Lieferfristen im Januar. Laut Umfrage gibt es insbesondere bei elektronischen Komponenten Lieferverzögerungen.
Konzept des PMI
Über 430 Einkaufsmanager liefern mit monatlichen Angaben die Basis zum Index: anhand eines standardisierten Online-Fragebogens, anonym und mittels qualitativer Einschätzung. Sie geben lediglich an, ob das Aktivitätsniveau verschiedener Kennzahlen höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Das Economic-Research-Team der UBS Switzerland AG analysiert und kommentiert anschliessend die aggregierten Antworten.