PMI: Industrie weiterhin auf Wachstumskurs

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Produktion weitet sich weiter aus

PMI: Industrie weiterhin auf Wachstumskurs
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04.07.2026 | Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Juni um 3 Punkte auf 54,3, notiert damit aber weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle. Die aktuelle Umfrage weist auf anhaltend steigende Einkaufspreise als auch Lieferfristen hin, wenngleich sich die Dynamik im Vergleich zum Mai verlangsamt hat. Der Dienstleistungs-PMI kletterte im Juni auf 59,8 Punkte – den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren.

Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) verzeichnete im Juni zwar einen Rückgang um 3 Punkte, liegt mit 54,3 Zählern jedoch weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Indikator notiert damit seit März dieses Jahres durchgehend über der 50-Punkte-Marke. Im zweiten Quartal lag er im Durchschnitt bei 55,4 Punkten. Zum Vergleich: Seit Einführung der Umfrage im Januar 1995 beträgt der durchschnittliche Wert 53,5 Punkte.


Die Produktionskomponente verharrte im Juni bei 57 Punkten – einem der höchsten Werte seit über vier Jahren – und signalisiert damit die anhaltende Ausweitung der Produktion. Auch der Auftragsbestand dürfte im Juni weiter zugenommen haben, allerdings weniger stark als im Vormonat. Die entsprechende Komponente fiel um 5,9 auf 53,5 Punkte. Die Beschäftigungskomponente deutet mit knapp 49 Punkten auf eine relativ stabile Beschäftigungssituation in der Industrie hin.


Während sowohl die Einkaufspreise als auch die Lieferfristen im Juni weiter angestiegen sein dürften, hat sich die Dynamik verlangsamt: Die entsprechenden Komponenten gingen um knapp 10 beziehungsweise 5 Punkte auf 72,8 respektive 60,9 Punkte zurück. Auch im Juni berichtete ein grosser Anteil der befragten Einkaufsmanagerinnen und -manager von Preisveränderungen bei erdölbasierten Produkten wie Kunststoffen. Während im Mai noch ausschliesslich Preiserhöhungen gemeldet wurden, berichtete im Juni ein Viertel der Befragten erstmals von sinkenden Preisen – bedingt durch die Deeskalation der Situation im Nahen Osten und den einhergehenden Rückgang der Ölpreise. Während die Einkaufspreiskomponente nicht in den Gesamtindex einfliesst, kostete der Rückgang der Lieferfristenkomponente den PMI rund 0,7 Punkte.

Konzept des PMI

Über 430 Einkaufsmanager liefern mit monatlichen Angaben die Basis zum Index: anhand eines standardisierten Online-Fragebogens, anonym und mittels qualitativer Einschätzung. Sie geben lediglich an, ob das Aktivitätsniveau verschiedener Kennzahlen höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Das Economic-Research-Team der UBS Switzerland AG analysiert und kommentiert anschliessend die aggregierten Antworten.


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