PMI: Industrie verliert an
Schwung – Dienstleister im Aufwind

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Gute Auftrags- und
Arbeitsmarktlage trotz nachlassender Dynamik

PMI: Industrie verliert an Schwung – Dienstleister im Aufwind
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Archiv | 09.02.2019 | Im Januar 2019 notierte der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) auf einem Stand von 54.3 Zählern und damit 3.2 Punkte tiefer als im Dezember 2018 (vgl. Abb. 1). Beim Vergleich mit dem Vormonat gilt es zu beachten, dass zu Jahresbeginn die Saisonbereingungsfaktoren neu berechnet werden, weshalb die Zeitreihe leicht revidiert worden ist.

Der PMI hat seit August 2018 insgesamt um 10.3 Punkte nachgegeben, er notiert aber weiterhin klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten. Die Schweizer Industriekonjunktur scheint sich, wie die ausländische auch, zwar abzuschwächen, das Wachstum bleibt hierzulande aber nach wie vor vergleichsweise solide. Zuversichtlich stimmt zudem, dass die Auftragsbücher nach wie vor gut gefüllt sind, was eine solide Produktion in Zukunft erwarten lässt. Die Subkomponente «Auftragsbestand» schloss im Januar quasi unverändert zum Dezember auf einem soliden Wert von 54.3 Zählern.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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