PMI: Dienstleistungssektor stützt Konjunktur

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Tiefer Auftragsbestand

PMI: Dienstleistungssektor stützt Konjunktur
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Archiv | 05.10.2019 | Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) sank im September um 2.6 Punkte auf 44.6 Zähler. Damit liegt der PMI marginal (0.1 Punkte) unter dem Stand von Juli dieses Jahres. Weder während der Rezession in der Eurozone im Jahr 2012 noch infolge der deutlichen Aufwertung des CHF im Januar 2015 hatte der Einkaufsmanagerindex derart niedrige Niveaus erreicht. Das letzte Mal war dies im Juli 2009 der Fall gewesen.

Abgenommen hat im September insbesondere die Produktion. Die entsprechende Subkomponente gab unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten weiter nach und notierte auf 44.9 Zählern. Markant beschleunigt hat sich zudem der Schwund des Auftragsbestands. Die Subkomponente «Auftragsbestand» gab im Berichtsmonat deutlich nach (–6.2 Punkte) und schloss mit 41.2 Zählern weit unterhalb der Wachstumsschwelle.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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