PMI: Ausgebremste Schweizer Industrie

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Schweizer Industrie kann sich offensichtlich
der globalen Wachstumsschwäche nicht entziehen

PMI: Ausgebremste Schweizer Industrie
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Archiv | 06.04.2019 | Im März notierte der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) auf einem Stand von 50.3 Zählern und damit auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2015 sowie nur noch marginal über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

 

Im Vergleich zum Februar verlor der PMI 5.1 Punkte, was der stärksten Abwärtsbewegung des PMI seit November 2008 entspricht. Damals, zwei Monate nach dem Konkurs der Investmentbank Lehman Brothers, gab der Index sogar um 10.2 Punkte nach und fiel auf 36.2 Punkte – die damalige Situation ist also mit der aktuellen kaum vergleichbar. Das momentane Absinken des Schweizer PMI ist eher die Konsequenz der derzeitigen Wachstumsflaute im Ausland, allen voran diejenige der europäischen Industrie. Offensichtlich kann sich die stark exportorientierte Schweizer Industrie dieser nicht ganz entziehen.

Konzept des PMI

Das Konzept des PMI ist einfach und wird in den USA seit über 50 Jahren mit Erfolg angewandt. Für die Schweizer PMI Industrie und Service liefern über 300 Einkaufsmanager mit ihren monatlichen Angaben anhand eines standardisierten Online-Fragebogens die Basis zum Index. Sie geben an, wie sich die Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager schätzen ein, ob das Aktivitätsniveau höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Credit Suisse Economic Research kommentiert und analysiert die aggregierten Antworten.


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