Für bis zu 70 bar Kühlmitteldruck und einer Fördermenge von 30 l/min unterstützen die Winkelköpfe eine zuverlässige Spanabfuhr, reduzieren Wärmeentwicklung und verlängern die Werkzeugstandzeiten signifikant. Besonders profitieren Anwendungen in Titan, Inconel und Kobalt-Chrom, wie sie in Turbinenkomponenten, Strukturbauteilen und bei dicken Wandstärken gängig sind.
Anwender können zwischen zwei Varianten wählen:
- Build-Up-Typ mit austauschbaren AG35 Hochdruck-Adaptern – darunter New Baby Chuck und Side Lock – für flexible Rüststrategien und werkzeugseitige Innenkühlung.
- HMC-Typ mit hochfester Spannfutterkonstruktion für maximale Stabilität. Der HMC-Typ kann Kühlmittel über die Spindel aufnehmen und führt es zu einer Düse mit Austrittsöffnungen nahe der Werkzeugschneide. Da das Kühlmittel nicht durch das Werkzeug selbst geleitet wird, eignet sich der HMC-Typ für Anwendungen ohne Werkzeug-Innenkühlung.
Das modulare Konzept ermöglicht eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Bearbeitungen, während die robuste Dichtungstechnik unempfindlich gegenüber Reibungswärme und mechanischem Verschleiß bleibt. Die Integration der Innenkühlung verbessert zudem Bearbeitungen in tiefen Kavitäten und mindert das Risiko von Aufbauschneiden und Prozessinstabilitäten.
„Viele Anwender kämpfen bei schwierigen Materialien mit unzureichender Spanabfuhr, Temperaturspitzen und instabilen Prozessen“, erklärt Giampaolo Roccatello, Chief Sales & Marketing Officer Europe bei BIG DAISHOWA Europe. „Unsere neuen Winkelköpfe mit integrierter Innenkühlung setzen genau dort an: Sie bringen das Kühlmittel ohne Umwege an die Schneide – mit bis zu 70 bar. Das verbessert die Prozesssicherheit deutlich und schafft die Voraussetzungen für reproduzierbare Qualität, auch bei tiefen Kavitäten und komplexen Bauteilen.“
Die Winkelkopflösungen ermöglichen weiterhin vertikale und horizontale Bearbeitungen in einer Aufspannung. Mit der nun integrierten Innenkühlung erweitert BIG DAISHOWA diesen Vorteil um eine zusätzliche prozesskritische Komponente – besonders relevant für Anwender, die komplexe Bauteile wirtschaftlich und ohne zusätzliche Spannvorgänge fertigen wollen.