Mit Sicherheit Automatisieren

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Beides in einem System: Safety over IO-Link von Balluff

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Das Funktionsprinzip von Safety over IO-Link
Archiv | 29.04.2019 | Seit 2005 und damit lange bevor Industrie 4.0 zum prägenden Begriff einer ganzen Branche wurde, treibt der Automatisierungs-Spezialist Balluff die bidirektionale Kommunikationsschnittstelle IO-Link voran. Standardisierung und Prozessvereinfachung sind wesentliche Merkmale, IO-Link ist aus intelligenten Anlagenkonzepten kaum mehr wegzudenken.

Mit Safety over IO-Link von Balluff integrieren Kunden seit zwei Jahren die weltweit einzige Automatisierungs- und Sicherheitslösung in einem System erfolgreich in ihre Anlagen.
Anlagenhersteller, -betreiber und Servicepersonal haben die Vorzüge des digitalen und nach IEC 61131-9 zertifizierten Kommunikationsstandards IO-Link im Laufe der vergangenen Jahre schätzen gelernt: Die vielfältigen Installationsvorteile, die enorme Zeit- und Kostenersparnis, bislang nicht gekannte Parametrierungs- und Diagnosekonzepte mit Blick bis auf die Prozessebene. Allesamt Voraussetzungen, die intelligente und leistungsfähige Industrie 4.0 Konzepte erst möglich machen.


IO-Link steht für den ungehinderten Datenaustausch und hohe Funktionalität unterhalb der Feldbusebene. Intelligente Aktoren und Sensoren sowie Sensor-Hubs, die binäre Signale einsammeln, werden über einheitliche M12-Standardleitungen an einem IO-Link-Master angeschlossen und dadurch mit der Feldbus- bzw. Steuerungsebene verbunden. Jegliche Art von Sonderleitung und Steckkarte entfallen. Wer erst einmal in die Welt von IO-Link eingetaucht ist und das Maß an Vereinfachung und Produktivitätssteigerung kennengelernt hat, stellt irgendwann einmal die Frage: Geht das auch mit sicheren Signalen?
Ja! Nach mehrjähriger Entwicklungszeit und anschließender Testphase mit ausgewählten Pilotkunden hat Balluff auf der SPS IPC Drives 2016 in Nürnberg erstmals Safety over IO-Link einem breiten Publikum präsentiert. Das Unternehmen war und ist damit weltweit Vorreiter und der aktuell einzige lieferfähige Anbieter eines integrierten IO-Link Automatisierungs- und Sicherheitssystems. Kernstück ist das sichere E/A-Modul (Balluff Safety-Hub), hinzu kommen eigene Sicherheitskomponenten wie sichere Lichtvorhänge, Zuhalteeinrichtungen, Not-Halt-Taster sowie sichere Sicherheitsschalter und -sensoren. Auch die IO-Link Community unter dem Dach der PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. forciert die Einführung eines feldbus- und systemunabhängigen IO-Link-Safety-Protokolls. Mit einsatzfähigen Komponenten ist nach Aussagen von Branchenkennern kurzfristig nicht zu rechnen. 

 

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Safety over IO-Link von Balluff verbindet Sicherheit und Automation zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem

Safety over IO-Link von Balluff basiert auf PROFIsafe sowie auf bewährten IO-Link Standards. Das Besondere an der innovativen Sicherheitslösung ist, dass der eingesetzte IO-Link-Master ein nicht sicherheitsgerichtetes Standardgerät ist und bleibt: Sicherheitsbezogene Signale werden unangetastet durch den Master hindurch über alle dazwischen liegenden Ebenen hinweg zur Steuerungsebene getunnelt und erst dort verarbeitet. Dass dafür ein vorhandener IO-Link-Master genutzt wird, der selbst kein Safety-Gerät ist, erweist sich als großer Kostenvorteil.


Der gelbe Balluff Safety Hub mit seinen zwölf sicheren Ein- und zwei sicheren Ausgängen steht in der Anlagen-Kommunikationstopologie auf der Ebene der IO-Link Devices. Er muss lediglich am Port eines bereits vorhandenen IO-Link Masters angeschlossen und für den jeweiligen Einsatzzweck zentral über die Steuerung parametriert werden. Die Sicherheitskomponenten werden mit gängigen M12-Standardleitungen auf den Balluff Safety-Hub gesteckt. Dieser überwacht die angeschlossenen Sensoren und Schalter, übermittelt deren Status an die übergeordnete PROFIsafe-Steuerung und kann in umgekehrter Richtung Aktoren sicher abschalten. Ein Plus: Das Gerät nimmt auch simple Standard-Sensoren und -Aktoren auf und macht damit ggf. einen zusätzlichen Standard Sensor-/Aktorhub überflüssig.


In der Maschinenwelt waren Automatisierung und Sicherheit bis heute vielfach strikt getrennte Welten. Safety over IO-Link von Balluff ist einfach in bestehende Anlagen integrierbar und führt beide Welten auf transparente Art und Weise zusammen. Vorhandene Komponenten sind weiterhin einsetzbar, die Funktionalität eines Gesamtsystems bleibt im Kern erhalten. Applikationen lassen sich unproblematisch und schnell an geänderte Anforderungen anpassen, Sicherheit kommt quasi als add-on hinzu. Anwender von Safety over IO-Link von Balluff haben rasch erkannt, dass sie jede Menge Zeit, Platz und Geld sparen, weil aufwändig und parallel verdrahtete Sicherheitslösungen entfallen. Gleichzeitig bleiben sie flexibel und können Anlagen bei Bedarf doch bis zur letzten Minute umbauen. Die Endkunden profitieren von wirtschaftlichen und sicheren Anlagen aus einer Hand.


Safety over IO-Link von Balluff realisiert Sicherheitsanforderungen bis PLe / SIL3 und reduziert die Anzahl der benötigten IP-Adressen. Durchgängige Diagnosen, einfacher Gerätetausch sowie das einfache Duplizieren von Projekten reduzieren die Inbetriebnahme- und Stillstandszeiten und halten Betriebs- und Instandhaltungskosten niedrig. Der hohe Grad an Standardisierung führt für Anlagenhersteller wie für Nutzer gleichermaßen zu Einsparungen über den gesamten Lebenszyklus der Maschine hinweg. Safety over IO-Link von Balluff ist von unabhängigen Prüfstellen zertifiziert und verbindet Sicherheit und Automation zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem. Anlagenbetreiber können sich also auf hohe Funktionalität, Sicherheit und Zuverlässigkeit verlassen. 


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