Graphen-Sensor erkennt Histamin-Anteil in Essen

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Elektroden spüren Allergen mithilfe von
Antikörpern auf - Frische von Nahrung feststellbar

Graphen-Sensor erkennt Histamin-Anteil in Essen
Graphen-Sensoren: Spüren Histamin auf (Foto: Jonathan Claussen)
11.07.2020 | Forscher an der Iowa State University haben eine neue Methode entwickelt, um mit Graphen-Sensoren Histamin in Nahrung zu entdecken. Bei Histamin handelt es sich um ein Allergen, das vor allem bei verdorbenem Fisch und Fleisch in großen Mengen zu finden ist. Die auf einen Polymer-Streifen gedruckten Sensoren können schnell feststellen, ob es noch sicher ist, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

"Bakterien in Essen produzieren Histamin. Es kann deswegen ein guter Indikator für die Haltbarkeit von Nahrung sein", erklärt Carmen Gomes, Koentwicklerin der neuen Methode. Die Forscher haben die Graphen-Sensoren mit Aerosol-Jet-Druck-Technologie auf den Polymer-Streifen befestigt und mithilfe von Antikörpern auf die Erkennung von Histamin eingestellt. Dabei handelt es sich um eine kontaktlose Druckmethode, mit der es möglich ist, funktionale Materialien auf verschiedene Oberflächen aufzutragen.

 

Das Forschungsteam hat die Methode bei einer Thunfischbrühe getestet. Der Streifen kann in Nahrungsmitteln einen Histamin-Anteil von bis zu 3,41 Millionstel erkennen. Laut US-Gesundheitsbehörden darf Histamin in Fisch keinen höheren Massenanteil als 50 Millionstel haben. Das bedeutet, die neue Methode kann problemlos für den Menschen gefährliche Mengen an Histamin aufspüren.

 

Auch andere Bakterien aufspürbar

Histamin-Moleküle sind sehr klein, weswegen die Graphen-Elektroden möglichst präzise platziert sein müssen. Die Anwendung von Aerosol-Jet-Druck ist laut den Forschern dafür entscheidend. Die Sensoren können durch verschiedene Antikörper auch andere Bakterien, wie beispielsweise Salmonellen, entdecken. (pte)


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