Bessere Metallfilme mit weniger Energie

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Elektronik und Katalyse profitieren von
überarbeitetem Verfahren der University of Minnesota

Bessere Metallfilme mit weniger Energie
Beschuss einer Unterlage mit Metalldampfpartikeln (Illustration: Bharat Jalan)
Archiv | 14.08.2021 | Forscher des University of Minnesota Twin Cities College of Science and Engineering haben eine kostengünstige, sichere und einfache Technologie entwickelt, um Metallfilme mit weniger Energie aufzudampfen. Sie reichern die Metalle und Oxide mit Liganden an, das sind Kombinationen von Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen. Die Mixtur verdampft bei weitaus niedrigeren Temperaturen als die reinen Werkstoffe - statt 2.000 bei 200 Grad Celsius.

Mix mit Liganden senkt Temperatur

"Die Fähigkeit, neue Materialien leicht und kontrolliert herzustellen, ist unerlässlich, um den Energieverbrauch zu reduzieren", sagt Materialforscher Bharat Jalan. Es gebe einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit, Werkstoffe in bestimmten Formen herzustellen, und der Entwicklung neuer Technologien.


Hauchdünne Metallfilme werden genutzt, um unzählige Produkte herzustellen, von Halbleitern für Computer-Anwendungen bis hin zur Display-Technologie. Platin zum Beispiel ist ein Katalysator für die Energieumwandlung und -speicherung und wird für den Einsatz in spintronischen Geräten untersucht, die nicht nur die Ladung von Elektronen, sondern auch deren magnetische Ausrichtung (Spin) nutzen.


Wichtig für Industrie und Forschung
"Die Senkung von Kosten und Komplexität der Metallabscheidung bei gleichzeitiger Ablagerung komplexerer Materialien wie Oxiden wird eine große Rolle sowohl in der Industrie als auch der Forschung spielen", so Jalans Kollege William Nunn. "Jetzt, da die Abscheidung von Metallen wie Platin einfacher wird, hoffen wir auf ein verstärktes Interesse an den komplexeren Materialien, für die dünne Filme benötigt werden." (pte)


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