PMI: Industrie tritt auf der Stelle

PMI: Industrie tritt auf der Stelle
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07.03.2026 | Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) ging im Februar um 1,4 Punkte auf 47,4 zurück und bleibt damitden 38. Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Trotz leichter Entschärfung im Februar bleibt die Beschäftigungssituation in der Industrie angespannt.

 

Rund ein Fünftel der befragten Unternehmen geht von einer Zunahme protektionistischer Massnahmen inden nächsten zwölf Monaten aus – leicht weniger als noch im Januar.

 

 

Der procure.ch Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Februar auf 47,4 Punkte – er liegt 1,4 Punkte tiefer als im Januar und somit weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Damit gelingt es dem Indikator nicht, mit seinen Pendants in den USA und Deutschland gleichzuziehen, die zu Beginn des Jahres erstmals seit einem beziehungsweise gut drei Jahren wieder die 50-Punkte-Marke überschritten haben.


Lagerabbau im Einkauf spitzt sich zu


Die Produktionskomponente fiel im Februar um 3,8 Punkte auf 47,0 und deutet im Gegensatz zum Januar nicht mehr auf eine Ausweitung der Produktion hin. Die Komponente des Auftragsbestands notierte mit 46,9 Punkten im Februar zum 16. Mal in Folge unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Trotz eines Anstiegs von 1,6 Punkten auf 48,6 weist die Beschäftigungskomponente auf eine anhaltend angespannte Beschäftigungssituation in der Industrie hin. Der Abbau der Lagerbestände hat sich im Februar fortgesetzt: Sowohl im Verkauf als auch im Einkauf liegen die Komponenten seit jeweils mehr als eineinhalb Jahren unterhalb der Wachstumsschwelle. Bei den Lagerbeständen im Einkauf hat sich die Situation im Februar sogar weiter zugespitzt – die Komponente fiel um 4,5 Punkte auf unter 40.


Die Einkaufsmenge ging im Februar weiter zurück – bei gleichzeitig steigenden Einkaufspreisen und längeren Lieferfristen. Die Komponente der Einkaufspreise stieg um 4,3 Punkte auf 55,8 und erreichte damit den höchsten Wert seit drei Jahren. Preiserhöhungen waren insbesondere bei elektronischen Komponenten, Industriemetallen und Kunststoffen zu verzeichnen. Die Lieferfristenkomponente verharrte im Februar den zehnten Monat in Folge über der
50-Punkte-Marke. Laut Umfrage sind vor allem elektronische Komponenten, insbesondere Speicherbausteine, von Lieferverzögerungen betroffen.

Konzept des PMI

Über 430 Einkaufsmanager liefern mit monatlichen Angaben die Basis zum Index: anhand eines standardisierten Online-Fragebogens, anonym und mittels qualitativer Einschätzung. Sie geben lediglich an, ob das Aktivitätsniveau verschiedener Kennzahlen höher, gleich oder tiefer liegt als im vorhergehenden Monat. Das Economic-Research-Team der UBS Switzerland AG analysiert und kommentiert anschliessend die aggregierten Antworten.


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