Viertes Gleis und zweiter Riesbachtunnel

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Abgabetermin: 21.04.2017

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 17.02.2017 | Planerleistungen Vorprojekt für STEP AS 2030/35 Zürich Stadelhofen, Viertes Gleis und zweiter Riesbachtunnel:

 

Der heute dreigleisige Bahnhof Zürich Stadelhofen und die sich anschliessende eingleisige Strecke nach Zürich Tiefenbrunnen stossen mit den zum Fahrplan 2019 vorgesehenen Angebotserweiterungen an ihre Kapazitätsgrenze. Schon heute wirken sich Störungen unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des Knotens Stadelhofen aus und verursachen damit Verspätungen im Zürcher S-Bahn-Netz. Die Personenfrequenzen pro Tag sollen bis zum Jahr 2050 von heute 80‘000 auf zukünftig 128‘000 steigen. Mit dem Bau eines zusätzlichen vierten Gleises am Bahnhof Stadelhofen sowie eines zweiten einspurigen Riesbachtunnels bis Zürich Tiefenbrunnen soll die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur langfristig erhöht werden. Zusätzlich ist eine Verbindung zum Zürichbergtunnel Richtung Stettbach vorgesehen. Der bestehende Mittelperron zwischen den Gleisen 2 und 3 soll verbreitert werden, ebenso die Perron- und Bahnhofszugänge. Das Projekt wird in zwei Abschnitte unterteilt:

  • Abschnitt 1: Bahnhof Stadelhofen mit dem Bau des vierten Gleises, der Verbreiterung des Perrons 2/3 und der Anpassung der Zugänge
  • Abschnitt 2: Beidseitig an den Bahnhof Stadelhofen anschliessende Streckenabschnitte mit dem zweiten Riesbachtunnel Richtung Zürich Tiefenbrunnen, dem Doppelspurausbau bis zum Bahnhof Tiefenbrunnen, dem Verbindungstunnel zum Zürichbergtunnel Richtung Stettbach und dem Anschluss an den bestehenden Hirschgrabentunnel Richtung Zürich HB.

Für das Gesamtprojekt ist das Vorprojekt zu erarbeiten. Die Abschnitte 1 und 2 werden nicht in einzelne Lose aufgeteilt; die Bearbeitung soll durch eine Firma oder eine Arbeitsgemeinschaft erfolgen, die sich so aufstellt, dass beide Abschnitte parallel bearbeitet werden können. Die Gesamtleitung ist durch einen der Leiter der Abschnitte 1 oder 2 in Personalunion zu erbringen.

Folgende Leistungen im Bereich Eisenbahninfrastrukturbau sind zu erbringen:

  • Leitung und Koordination des Gesamtprojekts
  • Leitung und Koordination des Abschnitts 1
  • Leitung und Koordination des Abschnitts 2
  • Tunnelneubau im innerstädtischen Umfeld (TBM- und konventioneller Vortrieb mit Spezialmassnahmen)
  • Tragkonstruktionen und Kunstbauten
  • Grundbau und Spezialtiefbau
  • Publikumsanlagen
  • Bahntrassenbau
  • Tiefbau und Strassenbau
  • Wasserbau
  • Geologie
  • Tunnelsicherheit
  • Brandschutz
  • Risikoanalysen
  • Aerodynamik
  • Baulogistik, Verkehrsplanung und Bauphasenplanung
  • Building Information Modeling (BIM)

Im Abschnitt 1 werden weitere eigenständige Mandate vergeben. Diese umfassen Architekturleistungen, Landschaftsplanung, Lichtplanung, Gebäudetechnik (HLKS und Technische Anlagen) und Förderanlagen. Diese Mandate sind durch den Anbieter bei der Koordination und Zusammenarbeit zu berücksichtigen.


Die Gesamtprojekt- und Abschnittsleitungen der SBB werden durch eine Projektsteuerung unterstützt. Diese wird ebenfalls in einem eigenständige Mandat vergeben.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
SBB Bauprojekte Region Ost

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