Umweltverträglichkeitsprüfung
der ökologischen Ersatzmassnahmen

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Abgabetermin: 13.04.2016 - 11:00 Uhr

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 04.03.2016 | Hochwasserentlastungsstollen Thalwil: Hauptuntersuchung zur Umweltverträglichkeitsprüfung und Projektierung der ökologischen Ersatzmassnahmen: SIA-Phasen 31 ? 33 (Hauptangebot), SIA-Phasen 41 ? 53 (Option):

 

Ein bedeutender Teil des Stadtgebiets von Zürich liegt auf dem Schwemmkegel der Sihl, einem natürlichen Überschwemmungsgebiet. Für den Schutz vor seltenen Hochwasserereignissen besteht im Sihltal und in Zürich ein grosser Handlungsbedarf. Das Schadenpotenzial allein in der Stadt Zürich wird auf bis zu 5.5 Milliarden Franken geschätzt. Deshalb wurden folgende zwei Konzepte für den langfristigen Hochwasserschutz in Zürich ausgearbeitet (siehe auch www.hochwasserschutz-zuerich.zh.ch):

-Hochwasserentlastungsstollen Thalwil: Das Konzept sieht die Ableitung der Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee durch einen Stollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil vor.

-Kombilösung Energie: Das Konzept sieht den Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks Etzelwerk und evtl. eine Überleitung der Alp in den Sihlsee im Rahmen der Neukonzessionierung und Erneuerung durch die SBB vor.

Mit einem der beiden Konzepte in Kombination mit weiteren lokalen Massnahmen soll der Hochwasserschutz in Zürich gewährleistet werden.

Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Bearbeitung der Hauptuntersuchung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) inkl. Erstellung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) zum Projekt Entlastungsstollen Thalwil. In der UVP ist festzustellen, ob das Vorhaben den rechtlichen Vorschriften über Umwelt-, Gewässer-, Landschaft-, Natur- und Heimatschutz, Walderhaltung sowie Jagd und Fischerei entspricht. Die Auswirkungen des Vorhabens sind im UVB zu behandeln.

Zusätzlich sollen die ökologischen Ersatzmassnahmen an Sihl und Zürichsee zum Ausgleich des im UVB eruierten ökologischen Verlusts projektiert werden (Phasen 31 ? 33; Vor- und Bauprojekt, Bewilligungsverfahren/Auflageprojekt). Als Option bei einer allfälligen Umsetzung des Entlastungsstollens kann die Projektierung der ökologischen Ersatzmassnahmen auf die SIA-Phasen 41 bis 53 (Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag; Ausführungsprojekt; Ausführung und Inbetriebnahme/Abschluss) verlängert werden.

Der Auftraggeber hat im Rahmen der UVP für das Projekt Entlastungsstollen Thalwil eine Voruntersuchung zur UVP Hauptuntersuchung erstellen lassen. Die Voruntersuchung beschreibt das Vorhaben, die Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt, die Relevanzmatrix sowie das Pflichtenheft für die UVP Hauptuntersuchung. Zudem wird auch die Methodik für die Bilanzierung von Ersatzmassnahmen vorgeschlagen.

Im Rahmen einer Vorstudie wurden zudem potenzielle Abschnitte für mögliche ökologische Ersatzmassnahmen an der Sihl definiert. Mit der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich wurden mögliche Standorte für ökologische Ersatzmassnahmen am Ufer des Zürichsees festgelegt.

Eine zentrale Bedeutung im Projekt Entlastungsstollen Thalwil kommt dem Einlauf- und dem Auslaufbauwerk zu. Für eine optimale Anströmung des Einlaufbauwerks wird der Verlauf der Sihl angepasst und die Flussbreite lokal reduziert. Das Auslaufbauwerk kommt an einem Seeuferabschnitt zu liegen, der dicht überbaut ist und stark genutzt wird (Badeanstalt, Hafen, Seestrasse etc.). Dementsprechend sind viele verschiedene Interessensgruppen und möglicherweise auch Synergien vorhanden. Im Bereich des geplanten Auslaufbauwerks besteht am Seegrund ein mit Zinn belasteter Standort.

Der UVB und die Projektierung der ökologischen Ersatzmassnahmen sind in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Gesamtplaner des technischen Projekts, den Interessensverbänden sowie mit den betroffenen Gemeinden und dem Kanton Zürich zu erarbeiten.

Die Kostenschätzung für den Bau des Hochwasserentlastungsstollens inkl. Ein- und Auslaufbauwerk beträgt gemäss vertiefter Machbarkeitsstudie rund CHF 122 Mio. (+/- 20%). Dabei ist auch ein Betrag für die notwendigen ökologischen Ersatzmassnahmen eingerechnet.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

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