Simplon, Sanierung
Ausbildungsinfrastruktur, Generalplanerleistungen

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Abgabetermin: 09.05.2016

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 30.03.2016 | Der Schiessplatz Simplon ist seit vielen Jahren ein wichtiger Standort für die Artillerie. Mit der Entwicklung der Armee hat der Schiessplatz an Bedeutung gewonnen, da es neben der Grundausbildung in Bière, der einzige Schiessplatz ist, auf welchem mit allen Kalibern geschossen werden kann. Die Weiterentwicklung der Armee (WEA) bestätigt den Erhalt der Artillerie.
Das VBS ist im Besitz von verschiedenen Parzellen, Schiessplattformen, einer Gebirgsunterkunft und zwei historischen Gebäuden. Dies sind der Stockalperturm (Baujahr 1666) sowie seit 2007 das benachbarte Barralhaus (Baujahr 1901). Dieses wurde aufgrund der dazugehörigen Flächen (rund 9 ha) zur Sicherung des Schiessbetriebs und im Hinblick auf die Unterbringung von weiteren Einheiten akquiriert. Jedoch können im Barralhaus aufgrund der hygienischen und sicherheitstechnischen Verhältnisse aktuell keine Truppen beherbergt werden.
Da der Schiessplatz auch in Zukunft gesichert ist, müssen Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden. Dies betrifft sowohl das Heer wie auch die Logistikbasis der Armee (LBA).

Aufgabenbeschrieb

Wichtig: Die Variante 1 gemäss Machbarkeitsstudie wird weiterbearbeitet. Für die Projektierung und Kostenermittlung müssen die folgenden Teilobjekte übernommen werden:

- Sanierung Barralhaus
- Neubau LBA Modul
- Sanierung/Erweiterung Parkplatz beim Barralhaus
- Neubau Aufmunitionierungsplatz und Schiesspodeste
- Schiessanlage Kurzdistanz (KD)

1. Sanierung Barralhaus
Die baulichen Anpassungen umfassen verschiedene Massnahmen mit dem Ziel den heutigen und künftigen Nutzerbedürfnissen, sprich Raumprogramm, gerecht zu werden. d.h. im Barral-Haus muss eine Unterkunft mit einer Kapazität von ca. 150 Plätzen für die Unterbringung einer Batterie erstellt werden.
Im Barralhaus wird unter anderem aus denkmalpflegerischen, bauhistorischen und architektonischen Gründen die ursprünglich sehr strukturierte, klare Raumstruktur wiederhergestellt, indem sekundäre Wand- und Elementeinbauten, die später eingebaut wurden, entfernt werden. Die vertikale Erschliessung wird prinzipiell erhalten und mittels einer neu gestalteten Erschliessung neu organisiert, so dass es möglich wird, die brandschutztechnischen und organisatorischen Anforderungen zu erreichen.
Äusserlich bleibt der stabförmig linear proportionierte und horizontal akzentuierte Baukörper unverändert, die ursprünglichen Öffnungsstrukturen der Teilfassaden werden ebenfalls in ihrer Symmetrie erhalten bzw. wiederhergestellt.
Im Erdgeschoss sind nach wie vor die Gastronomie- und Lagerbereiche angeordnet. Die darüber liegenden Geschosse werden nach dem bestehenden Prinzip über die bestehenden Treppenhäuser und Korridore erschlossen. In der bestehenden Raumstruktur werden im 1. Obergeschoss die grossen Soldatenzimmer und im 2. Obergeschoss die Kaderzimmer angeordnet. Das Raumprogramm des Heeres kann im bestehenden Gebäude hinsichtlich Betriebsabläufen und Brandschutzaspekten integriert werden und die Zielflächenvorgaben werden erreicht.

2. Neubau LBA Modul
Aktuell hat die LBA keine Werkstätten für Reparaturen "Niveau A" auf dem Platz Simplon. In einem Neubau sollen folgende Bedürfnisse untergebracht werden:
1. Werkstatt für die Reparatur von gleichzeitig einem M109 sowie einem schweren Pneufahrzeug.
2. Zwei Büroarbeitsplätze für administrative Arbeiten mit den entsprechenden Anschlüssen.
3. Ein Umkleidebereich für 5 Personen mit sanitären Installationen (WC und Duschen).
4. Einstellplätze für die Unterhaltsfahrzeuge. Diese beinhalten ein Lokal um die Fahrzeuge nach Gebrauch zu waschen mit der entsprechenden Ausstattung, ein Lokal um den periodischen Service an den Fahrzeugen durchzuführen sowie ein Depot für 5 Fahrzeuge (Schneeräumung) sowie einen Anhänger und Kleinmaterial. Das LBA-Modul ist bezüglich Bedarf und Volumetrie im Rahmen des Vorprojektes nochmals zu überprüfen.

3. Sanierung/Erweiterung Parkplatz beim Barralhaus
Der bestehende Parkplatz nördlich des Barralhauses muss saniert werden. In diesem Zusammenhang wird dieser auch erweitert, so dass zusätzliche Militärfahrzeuge abgestellt werden können.

4. Neubau Aufmunitionierungsplatz und Schiesspodeste
Ein weiteres Bedürfnis für das Heer ist die Erstellung einer Schiessanlage mit Stellungen für die M 109 bzw. Mörser und ein Aufmunitionierungsplatz um den Schiessbetrieb für drei Batterien zu gewährleisten. Aktuell existieren zwei Bereiche mit Stellungen sowie ein Aufmunitionierungsplatz. Es soll ein dritter Bereich mit Stellungen erstellt werden, um Rochaden zwischen den unterschiedlichen Schiesspositionen zu ermöglichen. Gemäss Machbarkeitsstudie wird der Aufmunitionierungsplatz vor dem LBA Modul angelegt. Die Schiesspodeste werden in Form einer Rundpiste nordöstlich des Barralhauses in der Ebene erstellt.

5. Schiessanlage Kurzdistanz (KD)
Ein drittes Bedürfnis für das Heer ist die Erstellung einer Kurzdistanzanlage mit drei Korridoren als Ersatz der beiden existierenden Kurzdistanzanlagen. Die beiden bestehenden Anlagen Sal und Baumgarten müssen aufgrund der Zugänglichkeit und wegen Lawinengefahr ersetzt werden. Der Rückbau inkl. Altlastensanierung ist einzurechnen. Der neu zu erstellenden Stand soll das ganze Jahr über benutzbar und zugänglich sein.

Die ausgeschriebenen Generalplanerleistungen sind gemäss Leistungsmodell SIA 112 (Ausgabe 2014) für folgende Leistungsbereiche und Leistungsanteile q zu erbringen:

31 Vorprojekt mit Kostenschätzung +/- 15% (q=6 %, d.h. exkl. Studium von Lösungsmöglichkeiten).
32 Bauprojekt mit Kostenvoranschlag +/- 10% (q=21 %)
33 Bewilligungsverfahren / Auflageprojekt (MPV) (q=2.5 %)
41 Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag (q=18 %)
51 Ausführungsprojekt (q=16 %)
52 Ausführung (q=29 %)
53 Inbetriebnahme, Abschluss (q=4.5 %)

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
armasuisse Immobilien

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