Projektierung Hochwasserentlastungsstollen Thalwil

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Abgabetermin: 10.02.2016 - 11:00 Uhr

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 27.11.2015 | Projektierung Hochwasserentlastungsstollen Thalwil, SIA Phasen 31 bis 33 (Hauptangebot), SIA Phasen 41 bis 53 (Option):

 

Ein bedeutender Teil des Stadtgebiets von Zürich liegt auf dem Schwemmkegel der Sihl, einem natürlichen Überschwemmungsgebiet. Für den Schutz vor seltenen Hochwasserereignissen besteht im Sihltal und in Zürich ein grosser Handlungsbedarf. Das Schadenpotenzial allein in der Stadt Zürich wird auf bis zu 5.5 Milliarden Franken geschätzt. Deshalb wurden folgende zwei Konzepte für den langfristigen Hochwasserschutz in Zürich ausgearbeitet (siehe auch www.hochwasserschutz-zuerich.zh.ch):

  • Hochwasserentlastungsstollen Thalwil: Das Konzept sieht die Ableitung der Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee durch einen Stollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil vor.
     
  • Kombilösung Energie: Das Konzept sieht den Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks Etzelwerk und evtl. eine Überleitung der Alp in den Sihlsee im Rahmen der Neukonzessionierung und Erneuerung durch die SBB vor.

Mit einem der beiden Konzepte in Kombination mit weiteren lokalen Massnahmen soll der Hochwasserschutz in Zürich gewährleistet werden.


Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Projektierung des Hochwasserentlastungsstollens zwischen Langnau am Albis und Thalwil (SIA-Phasen 31 - 33: Vorprojekt; Bauprojekt; Bewilligungsverfahren/ Auflageprojekt) im Auftrag des Kantons Zürich (AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft). Die Ausschreibung umfasst die Planerleistung für die technische Projektierung des Stollens inkl. sämtlicher zugehöriger Bauwerke (insbesondere Ein- und Auslaufwerk) sowie deren Hilfskonstruktionen und Massnahmen. Die SIA-Phasen 31 - 33 des Hochwasserentlastungsstollens sollen ab Frühling 2016 bis Frühling 2018 erarbeitet werden. Die Erstellung des Umweltverträglichkeitsberichts und die Planung der ökologischen Ersatzmassnahmen werden separat vergeben.


Die SIA-Phasen 41 bis 53 (Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag; Ausführungsprojekt; Ausführung und Inbetriebnahme/Abschluss) werden als Option ausgeschrieben, d.h. das Mandat des Gesamtplaners kann bei einer allfälligen Umsetzung des Hochwasserentlastungsstollens und guter Planerleistung für die SIA-Phasen 41 bis 53 verlängert werden.


Die bautechnische Realisierbarkeit des Hochwasserentlastungsstollens wurde im Rahmen einer vertieften Machbarkeitsstudie bestätigt. Sowohl die Lage des Einlauf- als auch des Auslaufbauwerkes wurde in der Machbarkeitsstudie genau untersucht. Die Linienführung des Hochwasserentlastungsstollens in der Planebene sowie die Lage des Einlauf- und Auslaufbauwerks sind wegen der starken Bebauung des Zürichseeufers, der Geologie sowie den hydraulischen und ökologischen Anforderungen nicht an anderen Stellen möglich. Die Funktion des Einlaufbauwerks wurde bereits durch hydraulische Modellversuche untersucht und optimiert. Im Rahmen der Projektierung ist zu prüfen, ob entsprechende Versuche auch für das Auslaufbauwerk notwendig sind. Die Kostenschätzung für den Bau des Hochwasserentlastungsstollens inkl. Ein- und Auslaufbauwerk beträgt gemäss vertiefter Machbarkeitsstudie rund CHF 122 Mio. (+/- 20%). Dabei ist auch ein Betrag für notwendige ökologische Ersatzmassnahmen eingerechnet.


Die Bauwerke sind in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden und dem Kanton Zürich zu projektieren.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft; Abteilung Wasserbau

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